Predigt in Hamburg: Christus heilt die „geistliche Lähmung“ des Menschen

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Erzpriester Sergey Baburin predigte am zweiten Sonntag der Großen Fastenzeit in der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg. Archivfoto: Gemeinde Erzpriester Sergey Baburin predigte am zweiten Sonntag der Großen Fastenzeit in der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg. Archivfoto: Gemeinde

Erzpriester Sergey Baburin sprach über Glauben, Freundschaft und die Vergebung der Sünden

Am 8. März 2026 sprach Erzpriester Sergey Baburin von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg über das Evangelium von der Heilung des Gelähmten. In seiner Predigt deutete er die biblische Erzählung als Bild für die geistliche Schwäche des Menschen während der Fastenzeit und stellte die Vergebung der Sünden in den Mittelpunkt. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem Telegram-Kanal.

Erzpriester Sergey Baburin griff zu Beginn das Gefühl der Erschöpfung auf, das viele Gläubige in der zweiten Woche der Großen Fastenzeit erleben. Diese „geistliche Lähmung“ erinnere an den Gelähmten im Evangelium (Mk 2,1-12), der von vier Freunden zu Christus gebracht wird. Die Treue dieser Freunde zeige, wie wichtig selbstlose Freundschaft und gegenseitige Unterstützung im Glaubensleben seien.

Besonders hob der Geistliche die Reaktion Jesu hervor, der trotz des durch das geöffnete Dach herabfallenden Staubs nicht auf die Störung, sondern auf den Glauben der Helfer schaue. „Als Jesus ihren Glauben sah“, zitierte er aus dem Markus-Evangelium. Der Herr erkenne den Glauben der Freunde und schenke dem Kranken Heilung.

Vor der körperlichen Heilung stehe jedoch die Vergebung der Sünden, erklärte der Prediger. Als Christus zum Gelähmten sagt „Dir sind deine Sünden vergeben“, empörten sich die Schriftgelehrten, weil nach ihrem Verständnis nur Gott Sünden vergeben könne. Mit dem anschließenden Wunder der Heilung zeige Christus jedoch, dass er die göttliche Vollmacht besitze, sowohl Sünden zu vergeben als auch Krankheiten zu heilen.

Abschließend rief Erzpriester Sergey Baburin die Gläubigen dazu auf, ihre eigene geistliche Trägheit zu überwinden und die Fastenzeit als Weg der Umkehr zu nutzen. Christus begegne dem Menschen nicht nur mit Macht, sondern mit der Liebe eines Vaters, der jedem die Freude der Vergebung schenken wolle.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Matthias Fröse in einem neuen Video über das Thema Vergebung sprach, die kein Verlust, sondern eine Befreiung sei.

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