Patriarch Daniil: „Das Ziel unserer Buße ist die Vereinigung mit Gott“

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Patriarch Daniil während der Liturgie in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Ihtiman. Foto: Patriarchat Patriarch Daniil während der Liturgie in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Ihtiman. Foto: Patriarchat

Bulgarisch-orthodoxes Kirchenoberhaupt rief in Predigt zur Großen Fastenzeit zu Umkehr, Demut und Teilnahme am kirchlichen Leben auf

Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil hat in einer Predigt während der Vorgeweihten Liturgie in Ihtiman die Gläubigen zu intensiver Buße und geistlicher Wachsamkeit in der Großen Fastenzeit aufgerufen. Im Zentrum seiner Ansprache standen die Tugenden Keuschheit, Demut, Geduld und Liebe, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Am 6. März 2026 zelebrierte Patriarch Daniil, Metropolit von Sofia und Oberhaupt der Bulgarischen Orthodoxen Kirche, die Göttliche Liturgie der vorgeweihten Gaben in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Ihtiman. Im Anschluss an den Gottesdienst richtete er eine ausführliche Predigt an die Gläubigen, in der er die Bedeutung der Fastenzeit als Zeit der geistlichen Erneuerung hervorhob.

Die Kirche rufe die Gläubigen in dieser Zeit dazu auf, ihre Beziehung zu Gott zu prüfen und der Versuchung der Nachlässigkeit zu widerstehen, sagte der Patriarch. Die Fastenzeit erinnere an Beispiele der Umkehr aus der Heilsgeschichte und aus dem Leben der Heiligen und zeige Wege, sich von der Sünde abzuwenden und Gottes Barmherzigkeit zu erlangen.

Ausgehend vom bekannten Fastengebet des heiligen Ephraim des Syrers erklärte Patriarch Daniil die zentralen Tugenden christlicher Buße. Keuschheit bedeute, den Geist vor Zerstreuung zu bewahren und Gott stets vor Augen zu haben. Ohne Demut, also die Erkenntnis der eigenen Schwäche und Abhängigkeit von Gott, könne diese geistliche Haltung nicht bestehen.

Geduld sei notwendig, um Schwierigkeiten und Missverständnisse zu ertragen und so den Weg zur Liebe zu öffnen. Wer Ungeduld und Klagen nachgebe, verliere leicht die geistlichen Früchte seiner Bemühungen, warnte der Patriarch. Erst aus Keuschheit, Demut und Geduld könne schließlich die Liebe wachsen – als eigentliche Frucht wahrer Umkehr.

Als praktischen Weg der Buße nannte Daniil die regelmäßige Teilnahme an den Gottesdiensten, besonders mittwochs und freitags während der Fastenzeit, das Gebet der Kirche sowie das Fasten. Auch die Gewissenserforschung, die Beichte und der würdige Empfang der heiligen Kommunion seien zentrale Schritte auf dem Weg der Umkehr.

Die Gläubigen rief er dazu auf, die Fastenzeit nicht aus Bequemlichkeit oder Zeitmangel ungenutzt verstreichen zu lassen. Selbst wer noch nicht mit dem Fasten begonnen habe, könne jederzeit damit anfangen und sich schrittweise auf die Begegnung mit Christus vorbereiten. Ziel der Buße sei letztlich die Vereinigung des Menschen mit Gott und ein Herz, das von göttlicher Liebe erfüllt ist.

Die UOJ berichtete zuvor, dass in England ein Immobilieninvestor geschlossene Kirchen kaufen und erhalten will.

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