Katholiken: Heiner Wilmer neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
Bischof aus Hildesheim folgt auf Georg Bätzing – Wahl bei Frühjahrs-Vollversammlung in Würzburg
Die römisch-katholischen Bischöfe in Deutschland haben am 24. Februar 2026 Bischof Heiner Wilmer zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gewählt. Der 64-jährige Ordensmann und Bischof von Hildesheim übernimmt das Amt nach dem Verzicht seines Vorgängers Georg Bätzing auf eine zweite Amtszeit, wie das katholische Nachrichtenportal domradio.de berichtete.
Bei ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Würzburg bestimmten die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz Wilmer zum neuen Vorsitzenden. Gleichzeitig wurden Generalsekretärin Beate Gilles und Pressesprecher Matthias Kopp in ihren Funktionen bestätigt. Erste Glückwünsche kamen unter anderem vom Kölner Erzbischof Rainer Kardinal Woelki.
Heiner Wilmer wurde 1961 im emsländischen Schapen geboren und trat nach dem Abitur in den Orden der Herz-Jesu-Priester ein. Er studierte Theologie und Romanistik in Freiburg und Paris, wurde 1987 zum Priester geweiht und promovierte später in Theologie. Erfahrungen sammelte er auch als Lehrer in den USA sowie als Schulleiter eines Ordensgymnasiums.
Innerhalb seines Ordens übernahm Wilmer Führungsaufgaben: 2007 wurde er Provinzial der deutschen Ordensprovinz, 2015 schließlich Generaloberer der weltweit tätigen Gemeinschaft in Rom. Papst Franziskus ernannte ihn 2018 zum Bischof von Hildesheim. Sein Wahlspruch lautet „Adiutores Gaudii Vestri“ – „Gehilfen zu eurer Freude“.
Die Deutsche Bischofskonferenz vereint die katholischen Bischöfe Deutschlands und koordiniert gemeinsame pastorale, gesellschaftliche und organisatorische Aufgaben. Wilmer war bisher Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen und gilt als profilierter Ordensmann mit internationaler Erfahrung.
Die UOJ berichtete zuvor über eine Neuerscheinung im orthodoxen Verlag Hagia Sophia: Sergej Fudel ruft in „Bin etwa ich es?“ zur persönlichen Gewissensprüfung in schwierigen Zeiten auf.