Notre Dame erhielt Kritik nach umstrittener Personalentscheidung
Lebensschutzorganisation stufte katholische Universität wegen Abtreibungspositionen auf niedrigste Bewertung herab.
Die Lebensrechtsorganisation Students for Life of America (SFLA) hat die katholische University of Notre Dame in ihrem jährlichen Ranking deutlich schlechter bewertet. Hintergrund ist die Berufung von Professorin Susan Ostermann zur Leiterin eines Forschungsinstituts, die sich wiederholt öffentlich für das Recht auf Abtreibung ausgesprochen hat. Wegen dieser Personalentscheidung fiel die Universität in der Bewertung christlicher Hochschulen von der Note „B“ auf die Note „F“ zurück. Darüber berichtete Catholic Vote.
Die Berufung von Professorin Ostermann stieß auf breiten Widerspruch, unter anderem von katholischen Bischöfen, kirchlichen Amtsträgern sowie Studierenden und Ehemaligen. Kritiker sehen darin eine Abweichung von der kirchlichen Lehre und werfen der Hochschulleitung vor, das eigene Leitbild nicht ernst genug zu nehmen. Auch der zuständige Diözesanbischof forderte eine Überprüfung des Vorgangs und sprach sich für eine Rückbesinnung auf die christlichen Grundsätze der Einrichtung aus.
Das Ranking von SFLA bewertet christliche Hochschulen danach, ob sie sich aktiv für den Lebensschutz einsetzen oder Verbindungen zu Abtreibungsorganisationen unterhalten. Die Organisation stellte klar, dass sich die Bewertung von Notre Dame erst ändern werde, wenn personelle Konsequenzen folgen. Der Fall zeigt exemplarisch die wachsenden Konflikte in kirchlichen Bildungseinrichtungen zwischen eigener Identität, wissenschaftlicher Freiheit und gesellschaftspolitischem Engagement.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass Kalifornien Planned Parenthood mit Millionenbetrag unterstützt hat.