Griechische Medien: Kirche von Zypern steht vor einer Krise der Synodalität

11. Februar, 21:34 Uhr
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Das Gebäude der Erzeparchie der Kirche von Zypern. Foto: Vima orthodoxias Das Gebäude der Erzeparchie der Kirche von Zypern. Foto: Vima orthodoxias

Griechische Medien berichten über einen institutionellen Konflikt und eine Schwächung der synodalen Verwaltung in Zypern.

Am 9. Februar 2026 wurde auf dem griechischen Informationsportal Vima Orthodoxias, das sich auf kirchliche Nachrichten und Fragen des geistlichen Lebens spezialisiert, ein Artikel über die zunehmende Krise der Synodalität in der Kirche von Zypern veröffentlicht.

Wie Geistliche, Theologen und Vertreter kirchlicher Kreise bemerken, gehen die jüngsten Maßnahmen der Kirchenleitung über gewöhnliche Verwaltungsentscheidungen hinaus und berühren die Grundlagen der kirchlichen Ordnung. In kirchlichen Kreisen wird aktiv über die Rolle eines der Metropoliten diskutiert, der dem Erzbischof faktisch nahesteht, was als ein Schritt angesehen wird, der für die traditionelle synodale Praxis der orthodoxen Kirche untypisch ist.

In diesem Zusammenhang verweisen Kritiker direkt auf den 34. Apostolischen Kanon, der festlegt, dass der Oberhaupt der Kirche nicht das Recht hat, wichtige Entscheidungen allein zu treffen, sondern verpflichtet ist, im Einvernehmen mit anderen Bischöfen über die Synode zu handeln. Ihrer Meinung nach verzerren die Abkehr von diesem Prinzip und die Konzentration der Macht in einer Hand das Modell der Kirchenverwaltung selbst.

Zusätzliche Befürchtungen weckt eine mögliche Veränderung der Zusammensetzung des Synods. In kirchlichen Kreisen wird betont, dass solche Schritte zu einer Unsicherheit in der Verwaltung führen und die Vertrauenskrise gegenüber der kirchlichen Autorität verstärken könnten, insbesondere in einer Situation, in der die Gläubigen von der Hierarchie Transparenz und einen konziliaren Ansatz erwarten.

Gleichzeitig weisen die Quellen auch auf den breiteren kirchlichen Kontext hin. In orthodoxen Kreisen wird betont, dass alle Versuche, neue, nicht-synodale Verwaltungsmodelle einzuführen, darunter auch solche, die sich an den Praktiken des Patriarchats von Konstantinopel orientieren, auf ernsthafte Ablehnung stoßen. Kritiker sind der Meinung, dass solche Ansätze der orthodoxen Tradition widersprechen und die inneren Spaltungen in der Kirche nur verstärken.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Juristen der Ansicht sind, dass die Absetzung von Metropolit Tichik eine Entscheidung ist, der es von vornherein an kanonischer, rechtlicher und institutioneller Legitimität mangelt.

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