Im Norden Nigerias haben bewaffnete Dutzende Gläubige aus Kirchen entführt
Während des Sonntagsgottesdienstes hat eine bewaffnete Gruppe mehr als 150 Menschen aus Kirchengemeinden entführt.
In Nigeria sind am 18. Januar 2026 bewaffnete Angreifer in mehrere Kirchen vorgedrungen und haben zahlreiche Menschen verschleppt. Der Überfall ereignete sich nach Angaben aus der Gemeinde während eines Gottesdienstes am Vormittag im Ort Kurmin Wali im Norden des Landes. Mehrere Betroffene konnten demnach fliehen, während viele andere von den Tätern mitgenommen wurden. Darüber berichtete Deutschlandfunk.
Ein Gemeindemitglied berichtete, dass mehr als 150 Personen als vermisst gelten. Die betroffene Region ist abgelegen und nur schwer zugänglich, was die Suche nach den Entführten zusätzlich erschwert. Über den aktuellen Aufenthaltsort der Verschleppten lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor, ebenso wenig über mögliche Forderungen der Täter.
Entführungen gehören in Teilen Nigerias seit Jahren zu den gravierenden Sicherheitsproblemen. Immer wieder geraten dabei auch kirchliche Einrichtungen ins Visier bewaffneter Gruppen. Erst Anfang Dezember waren nach offiziellen Angaben zwölf Menschen aus einer Kirche entführt worden. Hinter solchen Taten stehen häufig kriminelle Banden, die mit den Entführungen Lösegeldzahlungen erzwingen wollen.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass der Patriarch von Rumänien Intoleranz verurteilte.