Theophanie in Zürich: Bischof Andrej betonte Heiligung der Schöpfung
Heilige Liturgie und große Wasserweihe am Hochfest der Erscheinung des Herrn
Am Hochfest der Erscheinung des Herrn (Theophanie), dem 19. Januar 2026, feierte Bischof Andrej (Ćilerdžić), Bischof der serbisch-orthodoxen Kirche in der Schweiz und Italien, die Heilige Liturgie in der Dreifaltigkeitskirche in Zürich. Zahlreiche Gläubige nahmen an der Feier teil, die von der traditionellen großen Wasserweihe abgeschlossen wurde, wie die Eparchie auf ihrer Facebook-Seite berichtete.
Bischof Andrej sprach in seiner Predigt über die theologische Bedeutung der Theophanie als Fest der Offenbarung der Heiligen Dreifaltigkeit und als Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu Christi. Am Jordan offenbare sich das Geheimnis der Liebe Gottes zu den Menschen, da Christus nicht zu seiner eigenen Reinigung in die Wasser steige, sondern zur Heiligung der gesamten Schöpfung und zur Erneuerung der Menschheit.
Der Geistliche rief die Gläubigen dazu auf, die empfangene Gnade Gottes im Alltag sichtbar werden zu lassen und als Zeugen des Lichtes Christi zu leben. Die Heiligung, die dem Menschen in Christus geschenkt werde, sei Auftrag und Verantwortung zugleich.
Nach der Heiligen Liturgie fand gemäß kirchlicher Tradition die große Wasserweihe statt. Sie unterstrich, dass die Theophanie ein Fest der Heiligung der ganzen Welt und des Menschen als Ebenbild Gottes ist. Die Gläubigen näherten sich dem Weihwasser ehrfürchtig und trugen es als Segen und Zeichen der Gegenwart Gottes in ihre Häuser.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Ikone der Dreihändigen Gottesgebärerin aus dem Kloster Hilandar in Wien eingetroffen ist.