In Nepal hat sich der Konflikt zwischen Hindus und Muslimen verschärft
Nach den Zusammenstößen hat die Regionalregierung eine Ausgangssperre verhängt und zur Toleranz aufgerufen, um die Lage zu beruhigen.
Am 07. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass in der Stadt Birgunj im Süden Nepals es zu schweren Spannungen zwischen hinduistischen und muslimischen Gruppen gekommen ist. Nachdem eine Moschee beschädigt und religiöse Schriften in Brand gesetzt worden waren, reagierten die Behörden mit der Verhängung einer umfassenden Ausgangssperre. Offizielle Stellen meldeten bislang keine Verletzten. Die Nachricht wurde von Vatican News veröffentlicht.
Nach Berichten lokaler Medien hatten sich Teile der hinduistischen Bevölkerung durch Inhalte in sozialen Netzwerken provoziert gefühlt. Die Verwaltung des Distrikts Parsa appellierte an die Bevölkerung, Gewalt zu vermeiden und den Dialog zu suchen, setzte jedoch zugleich auf ein hartes Vorgehen der Sicherheitskräfte, um weitere Ausschreitungen zu verhindern.
Die aktuellen Unruhen knüpfen an eine Reihe früherer Vorfälle an. Vertreter der muslimischen Gemeinschaft kritisierten, staatliche Institutionen hätten radikalen hinduistischen Gruppierungen über Jahre hinweg zu viel Spielraum gelassen. In den vergangenen Jahren war es in der Region wiederholt bei religiösen Veranstaltungen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Gemeinschaften gekommen.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Indien Christen während ihres Weihnachtsgesangs angegriffen wurden.