In Indien forderten Katholiken Maßnahmen gegen Gewalt gegen Christen
Die Organisation All India Catholic Union meldete 706 Vorfälle im Jahr 2025 und kritisierte das Fehlen strafrechtlicher Verfolgung trotz politischer Gesten.
Am 05. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass der All India Catholic Union (AICU) die indische Zentralregierung aufgefordert hat, entschlossen gegen die zunehmende Gewalt und Einschüchterung von Christen im Land vorzugehen. In einer Neujahrserklärung warnte der katholische Dachverband davor, dass rein symbolische Gesten ohne konkrete Maßnahmen Täter eher ermutigten als abschreckten. Darüber berichtete ShiaWaves.
In der in Neu Delhi veröffentlichten Erklärung bezeichnete die 106 Jahre alte Organisation Angriffe auf Christen insbesondere während der Weihnachtszeit als Angriffe auf die säkularen und pluralistischen Grundlagen Indiens. Der nationale Präsident der AICU Elias Vaz erklärte, es brauche politischen Willen, um die verfassungsmäßigen Rechte und die Religionsfreiheit wirksam zu schützen.
Unter Berufung auf Daten von Beobachtungsstellen teilte die AICU mit, dass das United Christian Forum zwischen Januar und November 2025 insgesamt 706 Fälle von Gewalt und Belästigung gegen Christen registriert habe. Die meisten Vorfälle seien in den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Chhattisgarh gemeldet worden und reichten von körperlichen Übergriffen und Störungen von Gebetstreffen bis hin zu der Schändung von Kirchen und der Einschüchterung von Gläubigen, wobei es während der Weihnachtszeit zu einem deutlichen Anstieg gekommen sei.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Nigeria bei einem Angriff mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen sind.