Patriarch Daniil erinnerte an die Befreiung Sofias von den Osmanen
Das Kirchenoberhaupt rief zu Dankbarkeit, Versöhnung und Gebet für den Frieden auf
Anlässlich des 148. Jahrestages der Befreiung Sofias von der osmanischen Herrschaft hat der bulgarische Patriarch Daniil am 4. Januar 2026 eine Göttliche Liturgie in der Metropolitenkathedrale geleitet. In seiner Ansprache erinnerte er an das Opfer der Befreiungsarmeen und rief zu Gebet und Versöhnung angesichts aktueller Konflikte auf, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Der 4. Januar, an dem die Kirche zugleich dem Konzil der 70 Apostel gedenkt, stand in Sofia im Zeichen des historischen Gedenkens. In der Kathedrale St. Nedelya feierte Patriarch Daniil die Göttliche Liturgie gemeinsam mit Bischof Johannes von Branitsa, dem erstem Vikar des Sofioter Metropoliten, dem Kathedralvorsteher Biser Kostadinov sowie zahlreichen Mitgliedern des Klerus' der Hauptstadt. Viele Gläubige nahmen betend an dem Festgottesdienst teil.
Im Anschluss an die Liturgie wurde vor der Ikone „Freude aller Trauernden“, die die russische Befreiungsarmee im Jahr 1878 begleitet hatte, ein Dankgottesdienst gefeiert. In seiner Ansprache erinnerte Patriarch Daniil an die jahrhundertelange Bewahrung des orthodoxen Glaubens während der osmanischen Herrschaft und an die zahlreichen Märtyrer dieser Zeit. Die Befreiung Sofias im Januar 1878 sei Ausdruck der geistlichen Standhaftigkeit des bulgarischen Volkes gewesen.
Der Patriarch würdigte die Rolle der russischen Befreiungsarmee unter General Joseph Gurko sowie die Unterstützung der bulgarischen Bevölkerung beim winterlichen Übergang über den Balkan. Zugleich erinnerte er an die geistliche und kulturelle Verbundenheit der slawischen Völker. In diesem Zusammenhang rief Patriarch Daniil zu Gebet, Versöhnung und zur Überwindung von Hass auf und bat insbesondere um Frieden im Krieg zwischen Russland und der Ukraine.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Russische Geistliche Mission eine Göttliche Liturgie in der Geburtsgrotte feierte.