In Hanau will eine orthodoxe Gemeinde eine leerstehende Kirche kaufen
Nach drei Jahren Stillstand scheint sich nun eine Einigung abzuzeichnen, die den Abriss der protestantischen Gemeinde verhindern wird.
Am 06. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass die evangelische Kreuzkirche in Hanau seit mehreren Jahren nicht mehr genutzt wird. Nach der Einstellung des Gemeindebetriebs Anfang 2023 blieb das Gebäude ebenso ungenutzt wie die dazugehörigen Gemeinderäume und die frühere Kindertagesstätte. Erstmals seit der Schließung gibt es nun eine konkrete Aussicht für das Areal, da eine orthodoxe Gemeinde Interesse am Kauf des gesamten Komplexes zeigt. Zu welchem Patriarchat die Gemeinde gehört, ist derzeit nicht bekannt. Darüber berichtete op-online.
Hintergrund ist die strategische Neuausrichtung der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, die einen erheblichen Teil ihres Immobilienbestands abgeben will. Allein im Kirchenkreis Hanau stehen mehrere Dutzend Gebäude zur Disposition. Die Kreuzkirche galt dabei lange als schwer vermittelbar, da Denkmalschutzauflagen und hohe Unterhaltskosten potenzielle Interessenten abschreckten. Einzelverkäufe wurden erwogen, letztlich entschied man sich jedoch dafür, das Gelände nur als Gesamteinheit anzubieten.
Derzeit laufen Gespräche unter Beteiligung eines regionalen Immobilienmaklers, auch Finanzierungsfragen werden erörtert. Zwar werden leerstehende Kirchen andernorts zunehmend zweckentfremdet, doch solche Konzepte stoßen häufig an rechtliche und wirtschaftliche Grenzen. Eine Nutzung durch eine orthodoxe Gemeinde würde die religiöse Funktion des Gebäudes fortführen und dem Kirchenraum eine klare Zukunftsperspektive geben.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass die Kölner UOK-Gemeinde Weihnachtsgrüße und Lieder online verbreitete.