Orthodoxe Kalender 2026: Zwei neue deutschsprachige Ausgaben veröffentlicht
Die Klöster in Buchhagen und München bieten deutschsprachige Begleitung durch das Kirchenjahr
Für das Jahr 2026 sind zum Jahreswechsel zwei deutschsprachige orthodoxe Kirchenkalender erschienen, die über die jeweiligen Klöster oder den Verlag Hagia Sophia bezogen werden können. Beide Kalender bieten neben den üblichen Tagesheiligen und Festtagen auch liturgische Lesungen und Hintergrundinformationen zum kirchlichen Leben.
Der Kalender aus dem Verlag des Heiligen Orthodoxen Dreifaltigkeitsklosters Buchhagen folgt dem Kalender der Bulgarischen, Rumänischen, Griechischen und weiterer orthodoxer Kirchen, in dem etwa Weihnachten am 25. Dezember gefeiert wird. Neben den standardmäßigen Tagesheiligen stehen vor allem deutsche Heilige der frühen Kirche im Fokus. Ergänzt wird der Kalender durch drei ausführliche Beiträge: „Frühes Christentum in Thüringen“, „Die heilige Radegunde von Thüringen“ sowie Erläuterungen zu historischen Ortsnamen. Der Kalender ist in gut lesbarer deutscher Frakturschrift gehalten.
Der Kalender des Verlags des Klosters des Heiligen Hiob von Pochaev in München (Russische Orthodoxe Kirche im Ausland, ROKA) richtet sich besonders an Gläubige, die die liturgische Sprache nicht vollständig beherrschen. Er bietet die Schriftlesungen sowohl für den beweglichen als auch den unbeweglichen Kalender an, erleichtert so das Mitverfolgen der Gottesdienste, insbesondere an Festtagen und während der Großen Fastenzeit, und gibt das Datum des julianischen Kalenders vor dem gregorianischen an. Schwerpunktmäßig eignet er sich für russische und serbische Gemeinden.
Beide Kalender verbinden liturgische Orientierung mit geistlicher Bildung und ermöglichen es Gläubigen, das tägliche Gebets- und Lesungsleben im Einklang mit dem orthodoxen Kirchenjahr zu gestalten und sind auch über den orthodoxen Verlag Hagia Sophia zu bestellen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass das ROKA-Kloster Heiliges Kreuz seine neue Kirche nach fünf Jahren Bauzeit einweihte.