Klarer Ruf zur Wahrheit am Sonntag der Orthodoxie

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Bischof Irenei von London während der Feier des Ritus der Orthodoxie in der Londoner Kathedrale der russischen Auslandskirche. Foto: Diözese Bischof Irenei von London während der Feier des Ritus der Orthodoxie in der Londoner Kathedrale der russischen Auslandskirche. Foto: Diözese

Bischof Irenei betont in London die Unverhandelbarkeit des rechten Glaubens

Am 1. März 2026, dem Sonntag des Triumphes der Orthodoxie, zelebrierte Bischof Irenei von London in der Londoner Kathedrale der russischen Auslandskirche die Göttliche Liturgie in Konzelebration mit dem Kathedralklerus. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde der traditionelle Ritus der Orthodoxie feierlich vollzogen, der in der russischen Kirche einen besonderen Stellenwert einnimmt, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.

Im Mittelpunkt der Feier stand die Predigt von Bischof Irenei, in der er die Existenz objektiver Wahrheit im Glauben mit Nachdruck bekräftigte. In einer Zeit moralischen Relativismus‘ und zunehmender Kompromissbereitschaft sei die klare Unterscheidung zwischen wahr und falsch unverzichtbar. „Wenn es um den Glauben geht, gibt es wahr und falsch“, sagte Irenei und bezeichnete den Sonntag der Orthodoxie als „Leuchtfeuer in der Dunkelheit“. Orthodoxie bedeute rechten Glauben, rechten Gottesdienst und rechtes Leben – und schließe die Zurückweisung von Irrtum notwendig ein.

Der Bischof unterstrich, dass christliche Freiheit nicht in Selbstbestimmung, sondern im gehorsamen Festhalten an der überlieferten Lehre der Kirche liege. Es sei unmöglich, sich die Wahrheit selbst zu schaffen oder „aus eigener Kraft orthodox zu sein“. Vielmehr führe nur die Treue zu den Lehren der Apostel und Väter, wie sie in den Konzilien bewahrt seien, in die wahre Freiheit eines Lebens in Christus. Die Kirche gleiche dabei einer liebenden Mutter, die den Gläubigen den schmalen, aber sicheren Weg zum Heil weise.

Im Anschluss an die Predigt versammelten sich Bischof und Klerus im Zentrum der Kathedrale vor Kreuz, Evangelium, Reliquien und Ikonen zum „Moleben für die Bekehrung derer, die vom rechten Weg abgekommen sind“. Der Ritus der Orthodoxie umfasste das feierliche Bekenntnis zum unveränderlichen Glauben der Kirche sowie die bischöfliche Verkündigung der Anathemen, mit denen die Grenzen des rechten Glaubens bekräftigt werden.

Mit dem Ruf „Dies ist der Glaube der Apostel! Dies ist der Glaube der Väter! Dies ist der orthodoxe Glaube!“ endete die Feier in der Bekräftigung der kirchlichen Einheit und Wahrheit.

Die UOJ berichtete zuvor über das 20. Panorthodoxe Chortreffen orthodoxer Gemeinden in München.

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