ROKA-Kloster Heiliges Kreuz weihte neue Kirche nach fünf Jahren Bauzeit ein
Russisch-orthodoxe Bruderschaft in Wayne, West Virginia, feierte erste Heilige Liturgie im neuen Gotteshaus
Nach fünfjähriger Bauzeit hat die Bruderschaft des Klosters Heiliges Kreuz in Wayne, West Virginia, am 29. Dezember 2025 die erste Göttliche Liturgie in ihrer neuen Kirche gefeiert. Das Projekt, das 2020 mit dem Spatenstich begann und 2023 von Metropolit Nikolaj, dem Ersthierarchen der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA), mit der Grundsteinlegung gesegnet wurde, markiert einen wichtigen Meilenstein für die wachsende Klostergemeinschaft, wie das orthodoxe Nachrichtenportal orthochristian.com berichtete.
Die neue Kirche wurde am Sonntag auf den liturgisch bedeutsamen Sonntag der Heiligen Väter Christi eingeweiht. Abt Gabriel bezeichnete die Feier als „sehr bedeutsam“ und hob die visionäre Arbeit des verstorbenen Schema-Archimandriten Panteleimon hervor, dessen Gebet und Hingabe die Realisierung des Bauprojekts ermöglichten. Er bat die Gläubigen, den ehemaligen Abt weiterhin in ihre Gebete einzuschließen.
Der Grundstein war bereits am Ostersonntag 2023 von Metropolit Nikolaj geweiht worden. Dabei wurden Reliquien bedeutender Heiliger, darunter des Apostels Andreas und des Patriarchen Tichon, in die Ostwand der Kirche eingesetzt. Metropolit Nikolaj segnete zudem zwei Grundsteine und weihte Hierodiakon Isaak zum Priester, wodurch das Projekt eine tiefe spirituelle Bedeutung erhielt.
Der Bau, entworfen vom orthodoxen Architekten Andrew Gould, vereint traditionelle russisch-orthodoxe Architektur mit regionalen Stilelementen West Virginias. Derzeit wird eine provisorische Ikonostase aufgestellt, während Pläne für eine permanente Ikonostase, die Fertigstellung von Altar, Prothesentisch und Kuppeln in den kommenden Wochen abgeschlossen werden sollen. Die Kirche soll nicht nur der wachsenden Bruderschaft dienen, sondern auch Pilgern als spirituelles Zentrum offenstehen.
Abt Gabriel dankte allen Wohltätern für ihre Unterstützung und betonte: „Gottes Zeit ist nicht unsere Zeit. Doch er hat alles zum Besten gefügt, zu unserem Heil und zum Wohl der Bruderschaft.“ Die Mönche laden die Gläubigen ein, die neue Kirche im Gebet zu besuchen und an einer Pilgerreise teilzunehmen (Fotogalerie des Kirchenbaus).
Die UOJ berichtete zuvor, dass der rumänische Patriarch Daniel zum Jahreswechsel über Zeit und Ewigkeit reflektierte.