Erzdiözese russischer Tradition in Westeuropa startete orthodoxes Onlineportal
Die neue mehrsprachige Plattform informiert über das orthodoxe Leben der Diözese in Westeuropa und setzt neben kirchlichen Nachrichten auch auf panorthodoxen Austausch.
Die Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa hat mit dem Segen von Metropolit Johannes von Dubna Ende Oktober das neue Informations- und Bildungsportal „Sophia“ (sophia-ortodox.com) gestartet. Die Website widmet sich insbesondere dem Leben der Erzdiözese, ihren Gemeinden, Geistlichen und Gläubigen sowie kirchlichen Feierlichkeiten, Bildungs- und Kulturinitiativen und dem spirituellen Erbe.
Das Portal versteht sich ausdrücklich nicht als ausschließliches internes Informationsorgan der Erzdiözese. Es will auch über wichtige Ereignisse in anderen orthodoxen kirchlichen Strukturen Westeuropas berichten und damit die Gemeinsamkeiten der orthodoxen Tradition über jurisdiktionelle Grenzen hinweg sichtbar machen. Neben aktuellen Nachrichten und offiziellen Mitteilungen umfasst das Angebot Beiträge zur Glaubenslehre, Kirchengeschichte und Liturgie sowie zu Kunst, Musik und kirchlichem Kulturerbe. Auch Menschen, die neu mit der Orthodoxie in Berührung kommen oder in einem anderen Land eine orthodoxe Gemeinde suchen, sollen angesprochen werden.
Ein Beispiel für das redaktionelle Konzept ist ein veröffentlichtes Interview mit Metropolit Johannes von Dubna. Darin spricht der 83-jährige Metropolit unter anderem über die Geschichte der russischen Emigration, seine eigene Hinwendung zur Orthodoxie und die heutige Rolle der Erzdiözese. Er betont, dass die orthodoxen Gemeinden in Westeuropa nicht lediglich eine Diaspora seien, die ihrer Vergangenheit nachtrauere, sondern eine lebendige Kirche, die in der Gegenwart verwurzelt sei. Chefredakteur des Portals ist Diakon Viacheslav Li.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die „Red Week 2026“ erneut auf die Christenverfolgung aufmerksam machen soll.
