Erzbischof Tichon weihte Diakon Igor Willimowski zum Priester
Liturgie in der Berliner Auferstehungskathedrale am Fest der Kasaner Ikone der Mutter Gottes.
Am 4. November 2026, dem Fest der Kasaner Ikone der Mutter Gottes, hat Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche, in der Auferstehungskathedrale in Berlin die Göttliche Liturgie gefeiert und Diakon Igor Willimowski aus Krefeld zum Priester geweiht. An dem Gottesdienst nahm auch der Krefelder Priester Alexej Veselov teil. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.
Der Weihe ging am Vorabend die Feier einer Vigil voraus. Diakon Igor Willimowski gehört zur Geistlichkeit der Kirche der Heiligen Großmärtyrin Barbara in Krefeld. Die Priesterweihe fand nach dem Großen Einzug während der Göttlichen Liturgie statt.
In seiner Predigt erinnerte Erzbischof Tichon an die historische Bedeutung der Kasaner Ikone der Mutter Gottes. Der Festtag sei zum Gedenken an die Befreiung Moskaus und Russlands von den polnischen Besatzungstruppen im Jahr 1612 eingeführt worden. Damals habe sich das russische Volk in einer Zeit großer innerer und äußerer Bedrängnis auf den Aufruf des Patriarchen Hermogenes hin zum Widerstand versammelt und die Fürsprache der Gottesmutter angerufen. Nach dreitägigem Fasten und Gebet sei die Befreiung Moskaus gelungen.
Der Erzbischof betonte, dass die Geschichte Russlands immer wieder die Bedeutung der Einheit des Volkes und des Gebets um Gottes Hilfe zeige. Menschliche Anstrengungen allein reichten nicht aus, um ein Land zu bewahren. Vielmehr seien ein Leben nach dem Evangelium, ein reines Gewissen, verantwortungsvolles Handeln und die Hinwendung zu Gott notwendig. Mit Blick auf die gegenwärtigen schwierigen Zeiten rief er dazu auf, die Einheit im Geist der Liebe und des Friedens zu bewahren und dem Vorbild der Gottesmutter in Glauben, Hoffnung, Liebe und Demut zu folgen.
Nach dem Gottesdienst gratulierte Erzbischof Tichon dem neu geweihten Priester im Namen der Geistlichen und Gläubigen und wünschte ihm Gottes Beistand für seinen neuen und verantwortungsvollen Weg im kirchlichen Dienst.
Wie die UOJ berichtete, erklärte die Rumänisch-Orthodoxe Kirche das Jahr 2028 zum Jahr der biblischen Texte.
