Katholische Kirche: Deutsches Messbuch soll inklusiver werden
Bischöfe planen moderate Neuübersetzung – Erprobung der überarbeiteten Fassung ab 2027, Fertigstellung bis 2033.
Die römisch-katholischen Bischöfe in Deutschland wollen das deutschsprachige Messbuch nach mehr als 50 Jahren neu übersetzen. Dabei soll die Sprache möglichst inklusiv gestaltet und auch „stark männlich geprägte Gottesbilder“ sollen kritisch hinterfragt werden. Die Überarbeitung soll zugleich neue liturgische Texte aus der lateinischen Ausgabe berücksichtigen. Darüber berichtete Apollo News am 4. November 2026.
Pfarrer Marius Linnenborn, Mitglied der Projektleitung für die Revision, erklärte, dass künftig beispielsweise neben den Brüdern auch die Glaubensschwestern ausdrücklich genannt werden sollen. Eine vollständige Übertragung in einfache Sprache sei jedoch nicht vorgesehen, da die liturgische Sprache einen eigenen, anspruchsvollen Charakter habe. Ziel sei keine grundlegende Neugestaltung, sondern eine moderate Revision. Das bisherige Messbuch habe sich insgesamt bewährt und die Gebetssprache geprägt.
Ab November 2026 ist eine öffentliche Konsultationsphase vorgesehen, in der Rückmeldungen zum bisherigen Messbuch gesammelt werden. Die überarbeitete Fassung soll von Aschermittwoch bis Ende Juni 2027 in ausgewählten Gemeinden erprobt werden. Dabei soll untersucht werden, wie Priester und Gläubige mit den neuen Texten zurechtkommen. Die Fertigstellung des revidierten Messbuches ist für 2033 geplant.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die „Red Week 2026“ erneut auf die Christenverfolgung aufmerksam machen soll.
