Unter der Hagia Sophia wurden 3.000 Tonnen Schlamm und Schutt entfernt
Die Arbeiten machen bislang unzugängliche Bereiche unter dem Bauwerk in Istanbul für archäologische Untersuchungen zugänglich.
Am 4. November 2026 berichtete Basilica.ro, dass bei den Restaurierungs- und Forschungsarbeiten unter der Hagia Sophia in Istanbul rund 3.000 Tonnen Schlamm und Schutt entfernt wurden. Nach Angaben des türkischen Kultur- und Tourismusministers Mehmet Nuri Ersoy ermöglicht dies den Zugang zu bislang nicht untersuchten Bereichen. Auch die UOJ berichtete darüber.
Die Forscher wollen klären, welche Aufgaben die unterirdischen Anlagen erfüllten und aus welchen Bauphasen sie stammen. Untersucht werden unter anderem Systeme zur Wasserverteilung und zur Ableitung von Regenwasser im früheren Konstantinopel.
Besondere Aufmerksamkeit gilt einer unterirdischen Grabanlage mit vier Räumen nordöstlich des Bauwerks. Die dortigen Überreste könnten aus einer Zeit vor dem Bau der heutigen Hagia Sophia stammen.
Parallel laufen Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten am Bauwerk. Dabei sollen auch Mosaiken, Marmorflächen und weitere historische Elemente geschützt werden. Geeignete unterirdische Abschnitte sollen später Besuchern zugänglich werden; Voraussetzung sind abgeschlossene Schutzmaßnahmen und ausreichende Sicherheit.
Die Hagia Sophia wurde unter Kaiser Justinian I. zwischen 532 und 537 errichtet. Im Jahr 2027 jährt sich ihre Fertigstellung zum 1.490. Mal.
