Europarat empfiehlt Sexualbildung für Kinder in 46 Staaten

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Foto: katatonia82 / Shutterstock.com. Foto: katatonia82 / Shutterstock.com.

Die Empfehlung soll Kinder vor Gewalt schützen. Katholische Familienverbände fordern eine stärkere Mitsprache der Eltern bei Inhalt und Teilnahme.

Am 4. November 2026 berichtete die UOJ über eine Empfehlung des Europarats zur umfassenden Sexualbildung für Kinder. Das Ministerkomitee fordert die 46 Mitgliedstaaten auf, altersgerechte, inklusive und wissenschaftlich fundierte Bildungsangebote bereitzustellen. Ziel ist nach einer Mitteilung des Europarats der bessere Schutz von Kindern vor Gewalt.

Die Empfehlung richtet sich an öffentliche und private Einrichtungen und umfasst auch außerschulische Angebote. Kinder sollen lernen, persönliche Grenzen und körperliche Unversehrtheit zu verstehen, Gewalt zu erkennen und Hilfe zu suchen. Der Europarat warnt dabei insbesondere vor den Risiken digitaler Medien und dem frühen Kontakt mit pornografischen Inhalten.

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Nach Auffassung des Ministerkomitees können Ausnahmen von der Sexualbildung den Schutz von Kindern schwächen. Zugleich erkennt das Dokument die vorrangige Verantwortung der Eltern für Erziehung und Entwicklung ihrer Kinder ausdrücklich an. Eltern sollen über Inhalte, Ziele und mögliche Anbieter der Bildungsangebote informiert werden.

Die Föderation katholischer Familienverbände in Europa (FAFCE) begrüßte die Anerkennung der elterlichen Verantwortung, äußerte jedoch Vorbehalte. Eltern müssten die Unterrichtsmaterialien kontrollieren können; eine verpflichtende Teilnahme lehnt der Verband ab. Ohne echte Mitsprache bestehe die Gefahr, dass der Staat die Rolle der Eltern übergehe.

FAFCE betonte zugleich, dass die Achtung körperlicher Grenzen zur Grundlage des Kindeswohls gehöre. Entsprechende Bildungsangebote müssten sensibel, dem Alter angemessen und unter Einbeziehung der Eltern gestaltet werden.

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