Mexikanischer Priester nach dreitägiger Entführung schwer verletzt freigelassen
Pfarrer Clemente Morales Topete wurde gefoltert und verbrannt – Bischof von Culiacán fordert konkrete Maßnahmen gegen die Gewalt.
Der römisch-katholische Priester Clemente Morales Topete, Pfarrer in Culiacán im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa, ist nach einer dreitägigen Entführung wieder in Freiheit. Während seiner Gefangenschaft wurde er geschlagen, bedroht und an mehreren Körperteilen schwer verbrannt. Das Bistum Culiacán bestätigte den Vorfall und zeigte sich erleichtert, dass der Geistliche die Entführung überlebt hat. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal domradio.de am 5. November 2026.
Morales war Ende Oktober an einen unbekannten Ort verschleppt worden. Seine Entführer drohten wiederholt, ihn zu töten, und verlangten Informationen, über die er nach eigenen Angaben nicht verfügte. Nach drei Tagen gelang ihm die Rückkehr aus eigener Kraft. Er fuhr mit seinem Auto zum Pfarrhaus und wurde anschließend mit zahlreichen Verletzungen und schweren Verbrennungen in eine Klinik eingeliefert. Nach Angaben des Bistums besteht keine unmittelbare Lebensgefahr, sein Zustand verbessere sich. Die Genesung werde jedoch längere medizinische und psychologische Betreuung erfordern.
Bischof Jesús José Herrera Quiñónez verurteilte die Tat und forderte die Behörden zu konkreten Fortschritten bei der Bekämpfung der Gewalt und zum besseren Schutz der Bevölkerung auf. Zugleich appellierte er an die Täter, die Gewalt gegen menschliches Leben zu beenden. „Reden und Statistiken reichen nicht aus, um Frieden wiederherzustellen“, mahnte der Bischof. Die Rückkehr des Priesters dürfe zudem nicht dazu führen, das Schicksal der weiterhin vermissten Menschen aus dem Blick zu verlieren.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Münster das Patronatsfest der Kasaner Gottesmutterikone gefeiert wurde.
