Heiliger Willibald: englischer Pilger und erster Bischof von Eichstätt

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Der heilige Willibald (um 700–787). Foto: Abbildung aus dem Pontifikale Gundekarianum Der heilige Willibald (um 700–787). Foto: Abbildung aus dem Pontifikale Gundekarianum

Die deutschsprachige orthodoxe Kirchengemeinde in Hannover stellt in ihrer Videoreihe die Heiligen der deutschen Lande vor.

Die deutschsprachige orthodoxe Kirchengemeinde in Hannover, die zur Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa gehört, widmet ihren Beitrag vom 1. November 2026 in der Instagram-Videoreihe über die Heiligen des ersten Jahrtausends der deutschen Lande dem heiligen Willibald von Eichstätt. Die elfte Folge stellt seinen Weg vom englischen Pilger zum Missionar und Bischof vor, der maßgeblich zur Ausbreitung des Christentums in Bayern, Franken und Schwaben beitrug.

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Die deutschsprachige orthodoxe Kirchengemeinde in Hannover stellt in ihrer Videoreihe die Heiligen der deutschen Lande vor.

Der heilige Willibald wurde um das Jahr 700 in Wessex in England in eine adlige Familie geboren. Seine Geschwister waren der heilige Wunibald und die heilige Walburga. Auch mit dem heiligen Bonifatius und der heiligen Lioba war er verwandt. Nach einer schweren Erkrankung in seiner Kindheit und seiner Genesung wurde er im Kloster Waldheim erzogen. Später entschloss er sich, aus Liebe zu Gott auf weltlichen Besitz zu verzichten und seine Heimat zu verlassen. Gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder Wunibald brach er zu einer Pilgerreise nach Rom auf. Er gelangte als erster namentlich bekannter Engländer ins Heilige Land und kam auf dem Rückweg über Konstantinopel nach Monte Cassino, wo er zehn Jahre lang lebte und am Wiederaufbau des Klosters mitwirkte.

Auf Bitten des heiligen Bonifatius entsandte Papst Gregor III. Willibald nach Germanien. Bonifatius weihte ihn zum Priester und beauftragte ihn mit der Mission in Eichstätt. Im Oktober 741 weihte er ihn zum Bischof. Willibald ließ Kirchen errichten, förderte Klöster und gründete gemeinsam mit seinem Bruder Wunibald das Doppelkloster Heidenheim. Nach dessen Tod um das Jahr 761 übernahm ihre Schwester Walburga die Leitung des Klosters. Durch Willibalds Wirken entwickelten sich Bayern, Franken und Schwaben zu bedeutenden Zentren der christlichen Mission. Er starb um das Jahr 787 in Eichstätt und wurde im dortigen Dom beigesetzt. Sein Grab wurde durch zahlreiche Gebetserhörungen zu einem Ort der Verehrung. Weitere Reliquien des Heiligen werden in der russisch-orthodoxen Kirchengemeinde zur Kurskaja-Ikone in Hannover aufbewahrt und können dort verehrt werden.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der Verlag Hagia Sophia den Kommentar des heiligen Theophylakt zum Matthäusevangelium veröffentlicht.

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