Bischof Irenei: Wahre Reue erfordert eine Veränderung des Lebens

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Bischof Irenei von London und Westeuropa erläutert in seiner geistlichen Betrachtung die Bedeutung der aufrichtigen Reue und der Beichte für die Überwindung der Sünde. Foto: Screenshot YouTube Bischof Irenei von London und Westeuropa erläutert in seiner geistlichen Betrachtung die Bedeutung der aufrichtigen Reue und der Beichte für die Überwindung der Sünde. Foto: Screenshot YouTube

In einer geistlichen Betrachtung erläuterte der Bischof der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland die Bedeutung der Buße und der Beichte für die Überwindung der Sünde.

Bischof Irenei von London und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) hat in einer neuen geistlichen Betrachtung die Bedeutung der aufrichtigen Reue und der sakramentalen Beichte für das christliche Leben thematisiert. Er betonte, dass wahre Reue nicht allein aus Bedauern über begangene Sünden bestehe, sondern eine bewusste und dauerhafte Veränderung des eigenen Lebens erfordere. Das Video wurde am 30. Oktober 2026 in englischer Sprache auf dem YouTube-Kanal „Patristic Nectar“ veröffentlicht.

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In seiner Betrachtung erklärte Bischof Irenei, dass die christliche Buße ein fortwährender geistlicher Prozess sei. Es genüge nicht, die eigenen Verfehlungen zu erkennen und zu bereuen. Vielmehr müsse der Mensch sein Leben so verändern, dass er sich von der Sünde abwende und auf dem Weg der Heiligung voranschreite. Reue sei daher nicht lediglich ein Gefühl der Trauer oder Schuld, sondern eine aktive geistliche Anstrengung.

Eine besondere Bedeutung komme dabei dem Sakrament der Beichte zu. Dieses diene nicht nur dazu, begangene Sünden zu benennen und um Vergebung zu bitten. Entscheidend sei vielmehr, die inneren und äußeren Umstände zu erkennen, die zu einer Verfehlung geführt hätten. Sünden entstünden gewöhnlich nicht unvermittelt, sondern seien häufig das Ergebnis bestimmter Versuchungen, persönlicher Schwächen und geistlicher Nachlässigkeit.

Als Beispiele nannte der Bischof Erschöpfung, emotionale Belastungen und zwischenmenschliche Konflikte. Wer erkenne, unter welchen Umständen er besonders anfällig für Zorn oder andere Leidenschaften sei, könne sich künftig besser vor entsprechenden Versuchungen schützen. Dabei dürften äußere Einflüsse jedoch nicht als Entschuldigung für das eigene Fehlverhalten dienen. Vielmehr müsse jeder Mensch seine persönliche Verantwortung erkennen und lernen, rechtzeitig gegenzusteuern.

Die Beichte biete nach den Worten des Bischofs durch die Gnade des Heiligen Geistes und die geistliche Begleitung des Priesters die Möglichkeit, die Ursachen der eigenen Sünden tiefer zu verstehen. Abschließend rief er die Gläubigen dazu auf, ihre Verfehlungen aufrichtig und möglichst unvoreingenommen zu betrachten. Ziel der Buße sei nicht allein die Vergebung vergangener Sünden, sondern ein erneuertes Leben, das zunehmend geistliche Früchte hervorbringe.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der Verlag Hagia Sophia den Kommentar des heiligen Theophylakt zum Matthäusevangelium veröffentlicht.

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