Priester Fjedor Freiberger sprach in Hamburg über das Sakrament der Beichte

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Priester Fjedor Freiberger erläutert im Videokanal „Frag den Priester“ der russisch-orthodoxen Gemeinde in Hamburg die Bedeutung von Beichte, Buße und Umkehr im orthodoxen Glauben. Foto: Screenshot YouTube Priester Fjedor Freiberger erläutert im Videokanal „Frag den Priester“ der russisch-orthodoxen Gemeinde in Hamburg die Bedeutung von Beichte, Buße und Umkehr im orthodoxen Glauben. Foto: Screenshot YouTube

In einem Gespräch der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt ging es um Reue, Umkehr und die Bedeutung der Beichte im christlichen Leben.

Die russisch-orthodoxe Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg hat mit Priester Fjedor Freiberger einen Abend zum Thema Beichte veranstaltet. Eine Videoaufzeichnung des Gesprächs wurde am 21. Oktober auf dem gemeindeeigenen Videokanal „Frag den Priester“ veröffentlicht. Im Mittelpunkt standen die persönliche Umkehr, die Überwindung wiederkehrender Sünden und die Rolle des Priesters bei der Vorbereitung auf das Sakrament.

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Priester Fjedor Freiberger, Pfarrer der russisch-orthodoxen Gemeinde in Rostock, erläuterte, warum Beichte und Buße zum christlichen Leben gehören und wie sie zu verstehen sind. Umkehr beginne mit der ehrlichen Auseinandersetzung mit sich selbst: mit den eigenen Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Dabei gehe es nicht um Bestrafung oder Selbstquälerei, sondern um eine innere Veränderung, die sich auch auf die Lebensführung und die persönlichen Ziele auswirke. Das Leben auf Erden sei zugleich eine Vorbereitung auf die Ewigkeit. Gott wolle nicht den Tod des Sünders, sondern rufe ihn dazu auf, von schädlichen Wegen umzukehren.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Verhältnis zwischen dem Gläubigen, Gott und dem Priester. Zwar komme der Mensch in der Beichte vor Gott, doch habe der Priester eine besondere Aufgabe: Er sei Zeuge der Reue und könne Orientierung auf dem geistlichen Weg geben. Die persönliche Beziehung zu Gott könne er jedoch nicht vorschreiben. Der Geistliche sprach auch über die Angst, in der Beichte verurteilt zu werden, und über die Scham, bestimmte Sünden anzusprechen. Gerade das Verbergen belastender Erfahrungen könne die Auseinandersetzung mit sich selbst erschweren.

Ausführlich ging das Gespräch auf wiederkehrende Sünden und die Frage ein, wie eine aufrichtige Reue möglich wird. Entscheidend sei die Bereitschaft, das eigene Verhalten zu prüfen und an sich zu arbeiten. Die Beichte dürfe nicht zu einer bloßen Routine werden, sondern müsse mit dem ernsthaften Wunsch nach Veränderung verbunden sein. Auch die Vorbereitung auf das Sakrament, die erste Beichte und der Umgang mit fehlender Reue wurden angesprochen.

Als Maßstab des christlichen Lebens nannte Priester Fjedor Freiberger die beiden Gebote, Gott über alles und den Nächsten wie sich selbst zu lieben. Sünde bedeute, sich von Gott abzuwenden und das eigentliche Ziel des Lebens zu verfehlen. Die Beichte eröffne die Möglichkeit, sich von der Last der Sünde zu lösen und neu anzufangen. Das Gespräch behandelte zudem die Vorbereitung auf die Beichte und die Frage, wie verhindert werden kann, dass sie zu einer äußerlichen Gewohnheit wird.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbisch-orthodoxe Erzpriester Simon Turkic aus Frankfurt seinen neuen Roman „Die unsichtbare Reise“ veröffentlicht hat.

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