Patriarch Johannes X. verurteilt Proselytismus unter dem Deckmantel der Hilfe
Bei der Synode in Balamand rief der Patriarch von Antiochien dazu auf, das Abwerben von Gläubigen unter dem Vorwand humanitärer Hilfe zurückzuweisen.
Am 20. Oktober 2026 hat Patriarch Johannes X., Oberhaupt der Antiochenisch-Orthodoxen Kirche, zur Eröffnung der Heiligen Synode im libanesischen Balamand Proselytismus verurteilt. Darüber berichtete die Pressestelle des Patriarchats auf Facebook.
Die Christen im Osten müssten zusammenstehen und Solidarität praktisch leben. Der Patriarch warnte vor dem Abwerben von Gläubigen unter dem Vorwand von Evangelisierung und humanitärer Hilfe. Die Zugehörigkeit zu Christus müsse gegenüber einer Verengung auf Nationalität oder ethnische Herkunft gestärkt werden.
Die Bischöfe trügen historische Verantwortung. Die Kirche gebe nicht auf, beanspruche jedoch weder Vollkommenheit noch Unfehlbarkeit. Die christliche Präsenz im Osten gehöre zum Wesen des Christentums.
Johannes X. betonte die Einheit der Kirche in ihrer Heimat und der Diaspora. Sie wolle für das Verbindende eintreten und sich von spaltender Politik fernhalten.
An der Synode nehmen nahezu alle Hierarchen teil; nur Metropolit Sergios von Chile fehlt. Nach der Ansprache berichteten Geistliche über die Lage ihrer Diözesen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass der Wiederaufbau der bei einem Terroranschlag beschädigten Elias-Kirche in Damaskus nahezu abgeschlossen war.
