Frankreich: Josefstatue in katholischer Kirche enthauptet
Ein 25-Jähriger beschädigte die Statue in Le Creusot und wurde festgenommen. Der Mann war stark alkoholisiert; sein Motiv ist noch ungeklärt.
In der französischen Stadt Le Creusot hat ein 25-jähriger Mann in der katholischen Kirche Saint-Henri eine Statue des heiligen Josef umgestoßen. Beim Sturz auf den Boden brach ihr der Kopf ab. Darüber berichtete die UOJ in Tschechien und der Slowakei unter Berufung auf das französische Portal Tribune Chrétienne und lokale Medien.
Der Mann betrat die Kirche am 13. Oktober kurz vor 11 Uhr und warf die Skulptur von ihrem Sockel. Nach Angaben von Augenzeugen legte er den abgebrochenen Kopf auf eine Kirchenbank. Anschließend soll er auf der Straße mehrere Passanten belästigt haben. Hinzugerufene Polizeibeamte nahmen ihn fest.
Dem Bericht zufolge erklärte Polizeichef Arnaud Plantard, der Verdächtige sei muslimischen Glaubens und der Polizei bislang nicht bekannt gewesen. Bei seiner Festnahme war der Mann stark alkoholisiert und äußerte sich zusammenhanglos.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er zur medizinischen Untersuchung in das Krankenhaus Hôtel-Dieu gebracht. Eine anschließende Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung wurde erwogen. Die genauen Umstände und das Motiv sind bislang ungeklärt. Nach den veröffentlichten Informationen ist ein religiöses Hassmotiv nicht belegt.
Die beschädigte Skulptur stellte den heiligen Josef dar, den Verlobten der Gottesmutter und Schutzpatron der katholischen Kirche. Der Vorfall warf erneut die Frage nach dem Schutz religiöser Kunstwerke in Frankreich auf. Viele katholische Kirchen bleiben tagsüber für Gebet und Besinnung frei zugänglich.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass OIDAC Europe für Juni 2026 insgesamt 40 antichristliche Hassverbrechen in zehn europäischen Ländern registriert hatte.
