Supraśl-Ikone der Gottesmutter vereint Tausende Pilger im Verkündigungskloster

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Tausende Pilger feierten im Mariä-Verkündigungs-Kloster in Supraśl das Fest der wundertätigen Supraśl-Ikone der Gottesmutter. Foto: monaster-suprasl.pl Tausende Pilger feierten im Mariä-Verkündigungs-Kloster in Supraśl das Fest der wundertätigen Supraśl-Ikone der Gottesmutter. Foto: monaster-suprasl.pl

Eines der bedeutendsten Marienfeste der Polnischen Orthodoxen Kirche brachte Gläubige aus Polen und Estland nach Supraśl.

Zum Fest der Supraśl-Ikone der Gottesmutter haben sich am 9. und 10. August 2026 Tausende Pilger im Mariä-Verkündigungs-Kloster der Polnisch-Orthodoxen Kirche im ostpolnischen Supraśl versammelt. Gläubige aus ganz Polen sowie erstmals eine organisierte Pilgergruppe aus Estland nahmen an den Feierlichkeiten teil. Viele erreichten das Kloster auf traditionellen Pilgerwegen zu Fuß oder per Kajak, wie die Kirche auf ihrer Webseite berichtete.

Die Festgottesdienste wurden von Erzbischof Jakub von Białystok und Danzig gemeinsam mit mehreren Hierarchen der Polnischen Orthodoxen Kirche sowie Bischof Daniel von Tartu aus der Estnischen Orthodoxen Kirche gefeiert. Nach einer nächtlichen Vigil mit Akathistos und Totengedenken fanden am Festtag drei Göttliche Liturgien statt. In seiner Predigt bezeichnete Erzpriester Jan Fiedorczuk die Gottesmutter als besondere Fürsprecherin der Gläubigen vor Gott und rief zum vertrauensvollen Gebet auf.

Nach der Liturgie zog eine Prozession um die Verkündigungskirche. Erzbischof Jakub betonte, das Kloster sei zwar Heimat seiner Mönche, stehe aber zugleich allen Pilgern und Hilfesuchenden offen. Klosterabt Bischof Andrzej dankte den zahlreichen Helfern und erinnerte daran, dass die orthodoxe Kirche in diesem Jahr den 1400. Jahrestag des Akathistos an die Gottesmutter begeht. Der Marienhymnus wird bis heute jeden Mittwoch vor der Supraśl-Ikone in der Hauptkirche des Klosters gesungen.

Das Mariä-Verkündigungs-Kloster in Supraśl zählt zu den bedeutendsten orthodoxen Klöstern Polens. Es wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts gegründet und entwickelte sich zu einem wichtigen geistlichen und kulturellen Zentrum der Region. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die historische Klosteranlage schrittweise wiederaufgebaut und ist heute Sitz einer orthodoxen Bruderschaft sowie ein bedeutender Wallfahrtsort.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Nikolaj zur Verehrung der Gottesmutter aufrief.

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