Patriarch Daniil: „Verzweifelt nicht – ihr habt einen Retter“
Bulgarisch-orthodoxes Kirchenoberhaupt feierte Vesper zum Fest der Verklärung in Dupnitsa mit der myrrhefließenden Hawaii-Ikone der Gottesmutter
Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil hat am Vorabend des Festes der Verklärung des Herrn (5. August 2026) in der St.-Georgs-Kirche im bulgarischen Dupnitsa die festliche Bischofsvesper gefeiert. Im Mittelpunkt stand die myrrheströmende Hawaii-Ikone der Gottesmutter, deren Besuch nach den Worten des Patriarchen den Glauben vieler Menschen gestärkt habe. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Unter dem Glockengeläut begrüßten Hunderte Gläubige den Patriarchen, der die wundertätige Ikone in die Kirche trug und die Vesper leitete. Begleitet wurde er unter anderem von Priester Nektarios (Yangson), dem Hüter der Ikone, sowie weiteren Geistlichen der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA). Die Hawaii-Ikone befindet sich auf Einladung des bulgarischen Patriarchats erstmals auf einer Pilgerreise durch Bulgarien und besucht bis Mitte August zahlreiche Diözesen des Landes.
In seiner Predigt stellte Patriarch Daniil die Verklärung Christi auf dem Berg Tabor in den Mittelpunkt. Die Apostel hätten dort einen Vorgeschmack auf die göttliche Herrlichkeit erhalten. In ähnlicher Weise dürften die Gläubigen beim Besuch der Ikone die Nähe und Fürsprache der Gottesmutter erfahren. „Solange die wundertätige, myrrhefließende hawaiianische Ikone der Allerheiligsten Gottesgebärerin unter uns weilt, wurde der Glaube vieler Menschen gestärkt“, sagte er.
Der Patriarch erklärte, die aus einer fotografischen Reproduktion der einst in Montreal verehrten Iveron-Ikone hervorgegangene Hawaii-Ikone sei ein Zeichen des Wirkens Gottes. Die Heilige Mutter Gottes höre nicht auf, ihre Barmherzigkeit auszugießen und den Menschen zuzurufen: „Verzweifelt nicht, lasst euch nicht entmutigen und verliert nicht den Glauben.“ Zugleich rief Daniil die Gläubigen auf, die Fastenzeit zur Umkehr zu nutzen, ihre Sünden zu beichten und sich mit ihren Mitmenschen zu versöhnen.
Auch Priester Nektarios betonte die geistliche Bedeutung der Pilgerreise. Die Gottesmutter gehe dorthin, „wo sie erwartet wird, wo ihre Hilfe gebraucht wird und wo sie geliebt wird“. Das größte Wunder sei die Verwandlung des menschlichen Herzens durch aufrichtiges Gebet und die Hinwendung zu Christus.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Russische Auslandskirche ein theologisches Institut in Europa gründet und vorbereitende Russischkurse startet.