Patriarch Daniel: Nur Christus führt die Kirche durch die Stürme der Geschichte
Das rumänisch-orthodoxe Kirchenoberhaupt deutete das Evangelium des 9. Sonntags nach Pfingsten als Aufruf zu Vertrauen, Gebet und Dankbarkeit gegenüber Gott
Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat die Gläubigen dazu aufgerufen, in Zeiten von Verfolgung, Säkularisierung und geistlicher Gleichgültigkeit auf Christus zu vertrauen. In seiner Predigt zum Evangelium von der Stillung des Sturms betonte er am Sonntag, dem 2. August 2026, dass allein Christus die betende Kirche durch die Stürme der Geschichte führen könne. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Ausgehend vom Evangelium über den sinkenden Petrus (Mt 14,22–34) erklärte Patriarch Daniel, die Kirche könne Herausforderungen wie Sünde, Häresien, Unglauben oder Verfolgung nicht aus eigener Kraft überwinden. Nur die Hilfe Christi ermögliche es ihr, allen Prüfungen standzuhalten. Die Erzählung von der Stillung des Sturms zeige, dass der Mensch in schwierigen Lebenssituationen zuerst auf Gottes Beistand vertrauen solle.
Der Patriarch hob hervor, dass Christus seine Jünger zeitweise allein den Wellen überlasse, damit sie ihre Abhängigkeit von Gottes Hilfe erkennen. Auch wenn Gott in Prüfungen fern erscheine, bleibe er den Menschen nahe und warte darauf, dass sie sich vertrauensvoll an ihn wenden.
Zugleich verwies Patriarch Daniel auf das Beispiel Jesu, der sich nach der Speisung der Fünftausend zum Gebet zurückzog. Daraus sollten Christen lernen, nach Erfolgen nicht menschliches Lob zu suchen, sondern Gott in Dankbarkeit die Ehre zu geben. Wahre geistliche Kraft wachse aus der Gemeinschaft mit Gott und aus dem demütigen Gebet.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Photisis TV den heiligen Athanasius den Großen als Verteidiger des Glaubens vorstellte.