Patriarch Porfirije: Fürst Lazar bleibt Vorbild christlicher Treue

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Das Kloster Ravanica gilt als geistliches Zentrum des Lazar-Gedenkens und war Ort der diesjährigen Vidovdan-Predigt von Patriarch Porfirije. Foto: Patriarchat Das Kloster Ravanica gilt als geistliches Zentrum des Lazar-Gedenkens und war Ort der diesjährigen Vidovdan-Predigt von Patriarch Porfirije. Foto: Patriarchat

Serbisch-orthodoxes Kirchenoberhaupt würdigte den heiligen Fürsten zum Vidovdan als Orientierung für Glauben, Einheit und Frieden

Zum Vidovdan, dem Gedenktag der Schlacht auf dem Amselfeld gegen die Osmanen 1389 und des heiligen Fürsten Lazar (28. Juni 2028), hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije im Kloster Ravanica die Gläubigen zu einem Leben aus dem Glauben, zur Einheit und zur Versöhnung aufgerufen. In seiner Predigt stellte er den heiligen Fürsten Lazar als zeitloses Vorbild christlicher Treue heraus und betonte dessen geistliche und historische Bedeutung für das serbische Volk, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Patriarch Porfirije erklärte, der Glaube an Jesus Christus sei das Fundament des menschlichen Lebens und dürfe nicht auf Ideologien oder bloße Überzeugungen reduziert werden. Fürst Lazar habe mit seiner Entscheidung für Christus gezeigt, woran sich Christen aller Zeiten orientieren sollten. „Er wählte nicht den Tod. Er wählte das ewige Leben, weil er Christus wählte, im Wissen, dass die Ewigkeit in Christus ist.“ Der Kosovo-Bund sei deshalb nicht nur ein historisches Ereignis, sondern Ausdruck des Evangeliums und der Entscheidung für das Reich Gottes.

Zugleich warnte der Hierarch vor den zunehmenden Spaltungen in der Gesellschaft und rief dazu auf, den Glauben über politische und persönliche Gegensätze zu stellen. „Deshalb ruft uns sein Beispiel nicht zu Gegensätzlichkeit und Ausgrenzung auf, sondern zur Einheit“, sagte der Patriarch mit Blick auf Fürst Lazar. Abschließend gedachte er der Serben im Kosovo und in Metochien und betete für Frieden unter allen dort lebenden Menschen.

Fürst Lazar gilt in der serbisch-orthodoxen Kirche als Heiliger und Großmärtyrer. Nach dem Zerfall des mittelalterlichen serbischen Reiches bemühte er sich um die Einigung der serbischen Länder, förderte Bündnisse zwischen den christlichen Herrschern und erreichte die Versöhnung zwischen dem serbischen Patriarchat und dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel. Damit stärkte er die politische und kirchliche Einheit und prägte die serbische Geschichte weit über seine Zeit hinaus.

Das Kloster Ravanica wurde in den 1370er- und 1380er-Jahren von Fürst Lazar als seine Stiftung errichtet und der Himmelfahrt Christi geweiht. Nach der Schlacht auf dem Amselfeld entwickelte es sich mit der Überführung der Reliquien Lazars zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Serbisch-Orthodoxen Kirche sowie zu einem geistlichen und kulturellen Zentrum, das trotz wiederholter Zerstörungen und Wiederaufbauten bis heute eng mit dem Gedenken an den heiligen Fürsten und Vidovdan verbunden ist.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Hessen einen gemeinsamen Religionsunterricht für katholische und evangelische Schüler plant.

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