Patriarch Daniel: Kirche als „göttlich-menschliche Gemeinschaft“ gegründet
Oberhaupt der Rumänisch-Orthodoxen Kirche betonte die geistliche Bedeutung des Apostolats und die historische Verwurzelung des Glaubens
Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat die Berufung der Jünger durch Jesus Christus als Vorbereitung der Kirchengründung gedeutet. „Indem der Herr Jesus Christus die Jünger zum Apostolat beruft, bereitet er das Geheimnis der Gründung seiner Kirche […] vor“, sagte er bei einer Liturgie in Bukarest am Sonntag, 14. Juni 2026. Die zwölf Apostel stünden dabei symbolisch für die zwölf Stämme Israels und bildeten den „führenden Kern“ der Kirche, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Die Kirche sei als „göttlich-menschliche Gemeinschaft“ am Pfingsttag sichtbar geworden und breite sich seitdem unter den Völkern aus, erklärte der Patriarch weiter. Die Verkündigung des Evangeliums sei stets mit konkreten Taten verbunden gewesen: „Zum guten Wort müssen wir die gute Tat hinzufügen“, betonte er mit Blick auf die Aufgabe der Kirche, Leidenden zu helfen und Nächstenliebe praktisch zu leben.
Zugleich hob das Kirchenoberhaupt die historische Tiefe des Glaubens in Rumänien hervor. Das Christentum sei „ein lateinisch-orthodoxes Christentum mit tiefen Wurzeln in der Seele des rumänischen Volkes“, das sich über Jahrhunderte ausgebildet habe.
Zum Abschluss rief Patriarch Daniel die Gläubigen dazu auf, für die Gaben des Heiligen Geistes und das Wirken der Heiligen dankbar zu sein.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Verfassungsschutz zunehmend christliche Influencer beobachtet.