Predigt von Priester Dragiša Jerkić: Bekenntnis, Liebe und Kreuzesnachfolge

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Priester Dr. Dragiša Jerkić predigte zu Allerheiligen. Archivfoto: Gemeinde Priester Dr. Dragiša Jerkić predigte zu Allerheiligen. Archivfoto: Gemeinde

Der Geistliche betonte am Allerheiligen-Sonntag die persönliche Beziehung zu Christus als Grundlage gelebten Glaubens

Priester Dr. Dragiša Jerkić von der serbisch-orthodoxen Gemeinde München hat am Allerheiligen-Sonntag, 7. Juni 2026, in seiner Predigt zentrale Aussagen des Evangeliums über das Bekenntnis zu Christus, die wahre Liebe und die Nachfolge im Alltag ausgelegt. Die Eparchie veröffentlichte die Predigt auf ihrer Webseite.

Im Mittelpunkt der Predigt standen drei Kernaussagen Christi aus dem Matthäusevangelium: das öffentliche Bekenntnis zu ihm, die rechte Ordnung der Liebe und die Bereitschaft, das eigene Kreuz zu tragen. Priester Dragiša Jerkić betonte, dass das Bekenntnis zu Christus aus einer persönlichen Beziehung hervorgehen müsse, die den Menschen innerlich verwandle und von Angst, Unsicherheit und Egoismus befreie. Diese lebendige Gottesbeziehung sei die Grundlage für eine authentische, von Liebe geprägte Lebensführung.

Zugleich unterstrich der Prediger, dass die Liebe zu Christus nicht im Widerspruch zur Nächstenliebe stehe, sondern diese vertiefe. Menschliche Beziehungen seien vergänglich, während die göttliche Liebe dauerhaft trage und befähige, auch Feinde zu lieben. Wer Christus wirklich erkenne, könne seine Liebe weitergeben und so zu einem Zeugen des Glaubens werden.

Abschließend hob der Geistliche die Bedeutung der Kreuzesnachfolge hervor: Das „Kreuz auf sich nehmen“ bedeute, Egoismus zu überwinden, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für andere einzusetzen. Am Beispiel des heiligen Johannes Wladimir wurde diese Haltung als gelebtes Zeugnis christlicher Liebe und Standhaftigkeit verdeutlicht. Die Predigt mündete in die Zusage, dass der Mensch auch in Leid und Fremde nicht allein sei, da Christus seine Gegenwart verheißen habe.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der Patriarchalchor aus Moskau in der Kirche des Heiligen Sava in Belgrad sang.

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