Katholikentag: Kritik an fehlender Aufmerksamkeit für Christenverfolgung
Vertreter von „Kirche in Not“ mahnte stärkere inhaltliche Schwerpunktsetzung an – Lebensrechtlerin freute sich über Bekenntnis für das ungeborene Leben
Beim 104. Katholikentag hat der katholische Fernsehsender K-TV Stimmen vom ersten Veranstaltungstag eingefangen und am 14. Mai 2026 auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht. Im Zentrum standen Einschätzungen zu aktuellen kirchlichen Debatten – unter anderem von Oliver Stangl vom Hilfswerk „Kirche in Not“ sowie der Lebensrechtlerin Alexandra Maria Linder.
Oliver Stangl kritisierte (im Video ab Minute 9:35), dass das Thema Christenverfolgung im rund 500 Seiten umfassenden Programm des Katholikentags nicht vorkomme, während „Religionsfreiheit“ lediglich zweimal erwähnt werde. Zugleich verwies er darauf, dass andere Themen – insbesondere Fragen rund um „ Queerness “ – deutlich häufiger behandelt würden. Diese Schwerpunktsetzung bezeichnete er als problematisch und teilweise „erschreckend“. Er fordert mehr Mut, zentrales Anliegen, wie die Lage verfolgter Christen, stärker in den Fokus zu rücken.
Alexandra Maria Linder, Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, betonte in ihrer Stellungnahme (im Video ab Minute 3:30) die Bedeutung des Lebensschutzes als Kernanliegen. Der Einsatz gelte insbesondere Menschen in schwierigen Lebenssituationen – darunter Schwangere in Konfliktlagen und ihre ungeborenen Kinder, suizidgefährdete Personen, Menschen am Lebensende sowie Menschen mit Behinderungen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass in Kanada Tausende am Marsch für das Leben gegen Abtreibung und Sterbehilfe teilnahmen.