Erzbischof Tichon feierte Patronatsfest im St.-Georgs-Kloster Götschendorf
Festgottesdienst zum Georgstag mit Gedenken an Kriegsopfer und Predigt über geistlichen Durst
Am 6. Mai 2026 hat Erzbischof Tichon von Rusa im russisch-orthodoxen St.-Georgs-Kloster in Götschendorf die Göttliche Liturgie zum Patronatsfest gefeiert. Im Mittelpunkt standen das Gedenken an den heiligen Großmärtyrer Georg sowie Gebete für die Gefallenen vergangener Kriege, wie die Diözese von Berlin und Deutschland auf ihrer Webseite berichtete.
Am Festtag des heiligen Georg des Siegreichen zelebrierte Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese, die Liturgie im Kloster Götschendorf. Gemeinsam mit dem Klerus – darunter der Abt des Klosters, Hegumen Daniil (Irbits) – und zahlreichen Gläubigen beging er das Patronatsfest, das in diesem Jahr mit dem Mittpfingstfest zusammenfiel.
Während der Litanei wurde ein Friedensgebet gesprochen, außerdem gedachte die Gemeinde in einer Trauerlitanei der im Großen Vaterländischen Krieg gefallenen Soldaten sowie aller Opfer von Krieg, Gefangenschaft und Leid. Im Anschluss wandte sich der Erzbischof mit einem Predigt an die Gläubigen.
Darin stellte er den geistlichen „Durst“ des Menschen nach Wahrheit und Gottesnähe in den Mittelpunkt und verwies auf das Vorbild des heiligen Georg. Nicht seine militärische Stärke, sondern sein standhaftes Bekenntnis zum Glauben mache ihn zum Vorbild für Christen. Der Geistliche rief dazu auf, die Sünde zu überwinden und das eigene Leben am Willen Gottes auszurichten.
Nach der Liturgie folgten eine Wasserweihe, Lobpreisungen sowie Glückwünsche an die Klostergemeinschaft. Der Erzbischof gratulierte dem Abt, Hegumen Daniil (Irbits), den Brüdern und den Pilgern zum Patronatsfest und überreichte dem Kloster eine Ikone, bevor die Feierlichkeiten mit einem gemeinsamen Mahl im Klosterhof ihren Abschluss fanden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil zum Georgstag Glauben, Opferbereitschaft und Gottes Hilfe betonte.