Patriarch Daniil würdigte Zar Boris als Vorbild für Glauben und Staatsführung
Bulgarisch-orthodoxes Kirchenoberhaupt hob bei Festliturgie in Sofia die geistliche und historische Bedeutung des Täufers Bulgariens hervor
Am 2. Mai 2026 leitete der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil eine festliche Liturgie zu Ehren des heiligen Zaren Boris I. von Bulgarien in Sofia. In seiner Predigt zeigte er insbesondere die geistliche Leistung und den Mut des Herrschers bei der Christianisierung des bulgarischen Volkes, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Im Zentrum der Predigt stand die Würdigung des heiligen Zaren Boris als entscheidende Gestalt für die Taufe Bulgariens im Jahr 865. Patriarch Daniil betonte, dass die Annahme des Christentums durch den Herrscher keine zufällige oder rein politische Entscheidung gewesen sei, sondern Ausdruck tiefen Glaubens und bewusster Orientierung am Willen Gottes.
Besonderes Gewicht legte der Patriarch auf den persönlichen Einsatz des Zaren: Trotz erheblicher Widerstände, unter anderem durch aufständische Bojaren, habe Boris Mut und Standhaftigkeit bewiesen. Der christliche Glaube habe ihn nicht geschwächt, sondern vielmehr gestärkt, sodass er sowohl geistlich als auch politisch handeln konnte.
Zugleich hob der Hierarch hervor, dass Zar Boris als Herrscher bereit sei, sich selbst dem göttlichen Gesetz zu unterwerfen. Dies sei eine außergewöhnliche Leistung, da er seine Macht nicht zur Durchsetzung eigener Interessen genutzt habe, sondern sich am Evangelium orientiert und das Wohl seines Volkes im Licht des Glaubens suchte.
Abschließend stellte der Patriarch den heiligen Zar als zeitloses Vorbild für heutige Staatsführer dar. Wahre Führung gründet nicht allein auf Macht, politischen Bündnissen oder wirtschaftlichen Interessen, sondern auf der Suche nach Gottes Willen. Nur so konnte das Handeln letztlich zum Guten führen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass nach einem Angriff auf eine Nonne in Jerusalem ein Verdächtiger festgenommen wurde.