Berichte, Wahlen und geistliche Impulse prägten Auftakt der Diözesanversammlung
Metropolit Serafim und die Priesterschaft empfingen in der Nürnberger Kathedrale Reliquien des heiligen Georg des Pilgers
Mit einem feierlichen Gottesdienst und umfangreichen Beratungen hat am 1. Mai 2026 in der Nürnberger Kathedrale die 30. Diözesanversammlung der rumänisch-orthodoxen Erzdiözese für Deutschland, Österreich und Luxemburg begonnen. Geistliche und Laienvertreter aus allen drei Ländern nahmen teil, wie die Diözese auf ihrer Facebook-Seite berichtete.
Der erste Tag der Diözesanversammlung begann mit einem Te-Deum-Gottesdienst, zelebriert von Bischof Sofian von Kronstadt. Im Anschluss eröffnete Metropolit Serafim offiziell die Versammlung, an der neben Klerikern auch Delegierte aus den Gemeinden sowie Vertreter kirchlicher Organisationen teilnahmen. Erstmals waren auch Mitglieder des Jugendverbandes ATORG und Vertreterinnen des Priesterinnenvereins eingeladen.
Im administrativen Teil wurden umfassende Tätigkeitsberichte vorgestellt, die pastorale, missionarische, kulturelle, finanzielle und soziale Aspekte des kirchlichen Lebens beleuchteten. Ergänzt wurde das Programm durch die Präsentation des Priesterinnenvereins „Maria Stăniloae“ sowie durch Beiträge der Jugendorganisation. Für die musikalische Gestaltung sorgte ein Kirchenchor mit geistlichen Gesängen.
Im weiteren Verlauf stehen Wahlen diözesaner Gremien auf der Tagesordnung. Außerdem wurden die Gewinnergemeinden des nationalen Katechetenwettbewerbs bekanntgegeben, der 2026 unter dem Thema Familie als Ort christlicher Liebe stand und mit dem Segen von Patriarch Daniel Ciobotea durchgeführt wurde.
Der Nachmittag war der theologischen Vertiefung gewidmet. In Vorträgen hoben Prof. Daniel Benga und Pater Ciprian Negreanu die zentrale Bedeutung der göttlichen Liturgie hervor – sowohl als Ausdruck des Wirkens des Heiligen Geistes als auch als gelebte Erfahrung kirchlichen Lebens.
Zum Abschluss des ersten Tages wurde ein Reliquiar mit den Gebeinen des heiligen Georg des Pilgers feierlich empfangen. Die Delegation aus dem Kloster Văratec brachte die Reliquien mit dem Segen des Metropoliten Theophanes von Moldau und der Bukowina nach Nürnberg.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der orthodoxe Medienkanal Photisis TV ein neues Video zum Leidensweg Jesu Christi veröffentlichte.