Patriarch Daniel würdigte den heiligen Georg als mutigen Bekenner
Zum Festtag des Großmärtyrers hob der rumänische Hierarch dessen Vorbildrolle als Schutzheiliger und als Patron der Patriarchatskapelle hervor
Zum Gedenktag des heiligen Großmärtyrers Georg am 23. April 2026 hat der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel die Bedeutung des Heiligen für die historische Kapelle der Patriarchalresidenz hervorgehoben. Dabei stellte er insbesondere dessen Lebenszeugnis, Verehrung und Rolle als Schutzpatron in den Mittelpunkt, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Patriarch Daniel erinnerte daran, dass der heilige Georg (ca. 275/280–303) als Offizier in der Leibgarde von Kaiser Diokletian diente und sich offen zum christlichen Glauben bekannte. Trotz schwerer Folterungen während der Christenverfolgung blieb er standhaft und erlitt schließlich am 23. April 303 den Märtyrertod durch Enthauptung. Sein mutiges Bekenntnis führte laut Überlieferung dazu, dass zahlreiche Soldaten und selbst Kaiserin Alexandra zum Christentum übertraten.
Der Patriarch betonte die besondere Verehrung des Heiligen als „Siegesbringer“ und Militärheiliger, der Gläubigen in Notlagen beisteht. Der heilige Georg zählt zu den meistverehrten Heiligen der Christenheit und ist Schutzpatron zahlreicher Länder, darunter Serbien, Griechenland und Russland. Auch in Rumänien nimmt er eine herausragende Stellung ein, etwa als Patron der Landstreitkräfte.
Besondere Bedeutung kommt dem heiligen Georg als Schutzpatron der historischen Kapelle der Patriarchalresidenz zu. Diese wurde während der Herrschaft von Fürst Gheorghe Duca (1673–1678) vollendet, weshalb der Heilige als Patron gewählt wurde. Ursprünglich stand die Kapelle unter dem Schutz der Heiligen Konstantin und Helena, später wurde der heilige Georg zum Hauptpatron erhoben.
Abschließend hob Patriarch Daniel die anhaltende spirituelle Bedeutung des Heiligen Georg hervor: Als Vorbild für Glaubensstärke, Mut und Treue zu Christus sei der heilige Georg bis heute eine zentrale Gestalt orthodoxer Frömmigkeit. Sein Festtag sei Anlass zur Ermutigung der Gläubigen, im eigenen Leben standhaft im Glauben zu bleiben.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die rumänisch-orthodoxe Pfarrschule in München unter den Schutz der heiligen Anastasia Şaguna gestellt wurde.