Erzbischof Tichon predigte über Vergänglichkeit des Ruhms und Treue zu Christus

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Erzbischof Tichon während der Liturgie zum Palmsonntag im Auferstehungsdom in Berlin. Erzbischof Tichon während der Liturgie zum Palmsonntag im Auferstehungsdom in Berlin.

Göttliche Liturgie in der russisch-orthodoxen Auferstehungskathedrale Berlin

Am Fest des Einzugs des Herrn in Jerusalem (Palmsonntag, 5. April 2026) zelebrierte Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, die Göttliche Liturgie in der Auferstehungskathedrale in Berlin. In seiner Predigt stellte er die Vergänglichkeit menschlicher Anerkennung und die Treue zu Christus in den Mittelpunkt, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.

In seiner Predigt erinnerte Erzbischof Tichon an die Prophezeiung des Propheten Sacharja über den Einzug Christi in Jerusalem und betonte, dass Christus nicht als weltlicher Herrscher, sondern als sanftmütiger und demütiger König auf einem Esel in die Stadt einzog. Gerade diese Demut habe den Erwartungen vieler Menschen widersprochen, die einen machtvollen politischen Herrscher erwarteten.

Besonders hob der Erzbischof hervor, dass Christus über Jerusalem weinte, obwohl die Menge ihn jubelnd empfing. Darin liege eine wichtige geistliche Lehre: Der Jubel der Menschen sei oft oberflächlich und nicht Ausdruck echten Glaubens. Die Herrlichkeit Gottes werde häufig nur mit Worten gepriesen, ohne das Herz wirklich zu verändern.

Ein zentraler Gedanke der Predigt war die Unbeständigkeit der öffentlichen Meinung. Heute werde ein Mensch gefeiert, morgen verurteilt – so sei es auch bei Christus gewesen, der zunächst mit „Hosanna“ begrüßt und kurz darauf mit „Kreuzige ihn“ verurteilt wurde. Ein Christ solle sich deshalb nicht an der öffentlichen Meinung orientieren, sondern an den Geboten Gottes, die ewig und unveränderlich seien.

Abschließend rief Erzbischof Tichon die Gläubigen dazu auf, Christus auf seinem Weg zum Kreuz zu folgen und die kommenden Passionstage bewusst mitzuerleben. Mitgefühl, Mittragen des Kreuzes und Treue zu Christus würden letztlich zur Auferstehung führen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg zum Palmsonntag in Limburg über Auferstehung, Demut und die Werte des Reiches Gottes predigte.

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