Ex-Kulturstaatsministerin Grütters: „Nicht mehr Kirchen aufgeben als nötig“

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Monika Grütters plädierte für einen behutsamen und gemeinschaftlich abgestimmten Umgang mit nicht mehr genutzten Kirchengebäuden. Foto: Olaf Kosinsky/Wikipedia Monika Grütters plädierte für einen behutsamen und gemeinschaftlich abgestimmten Umgang mit nicht mehr genutzten Kirchengebäuden. Foto: Olaf Kosinsky/Wikipedia

CDU-Politikerin warb für sorgfältigen Umgang mit nicht mehr liturgisch genutzten Gotteshäusern und warnte vor rein wirtschaftlichen Entscheidungen

Die frühere Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat sich gegen eine vorschnelle Aufgabe von Kirchengebäuden ausgesprochen. Bei einer Tagung in Erfurt betonte sie deren geistliche, kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung und plädierte für eine breite Beteiligung der betroffenen Gemeinden an Entscheidungen über deren Zukunft. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA am 3. Juli 2026.

Grütters erklärte, Kirchen seien weit mehr als Bauwerke. Sie seien geschichtstragende Orte, identitätsstiftende Zentren und für viele Menschen Räume der Gottesbegegnung. Deshalb sollten nicht mehr Kirchen aufgegeben werden als tatsächlich notwendig. Als Beispiel nannte sie gut besuchte Gottesdienste in Berlin, die zeigten, dass Kirchen weiterhin Menschen anziehen könnten.

Über die Zukunft einzelner Kirchengebäude sollten nach ihrer Auffassung nicht allein Bistümer oder Landeskirchen entscheiden. Vielmehr müssten Pfarrgemeinden sowie die örtliche Stadt- oder Dorfgesellschaft in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Dabei dürften wirtschaftliche Erwägungen nicht im Vordergrund stehen.

Für den Fall einer notwendigen Umnutzung sprach sich Grütters für eine klare Priorität aus: Am besten sei eine kirchliche Nachnutzung, etwa als Kolumbarium. Es folgten öffentliche Nutzungen wie Museen oder Kindertagesstätten, erst danach private Nutzungen. Als gelungene Beispiele nannte sie die ehemalige Dominikanerkirche in Münster sowie die Galerie in der profanierten Kirche St. Agnes in Berlin.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Daniil vor den zerstörerischen Folgen der Sünde warnte.

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