Patriarch Porfirije würdigte den Wert der Bildung für das serbische Volk
Ersthierarch der Serbisch-Orthodoxen Kirche betonte geistliche Verantwortung von Kultur, Wissen und Tradition bei feierlicher Akademie in Novi Sad
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen der Matica Srpska, der ältesten serbischen literarischen, kulturellen und wissenschaftlichen Institution, stand die Ansprache des serbischen Patriarchen Porfirije. Bei der feierlichen Akademie am 16. Februar 2026 im Serbischen Nationaltheater in Novi Sad hob er die Bedeutung von Bildung, geistlichem Erbe und kultureller Verantwortung für die Zukunft des serbischen Volkes hervor, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Auf der „Jovan Đorđević“-Bühne eröffnete Matica-Srpska-Präsident Prof. Dr. Dragan Stanić die Jubiläumsveranstaltung. In seiner Festrede unterstrich Patriarch Porfirije die Verbindung von Wissen und christlicher Liebe als tragendes Fundament der Institution. Seit ihrer Gründung im Jahr 1826 habe die Matica Srpska maßgeblich zur kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklung beigetragen.
Der Patriarch erinnerte daran, dass Serbisch-Orthodoxe Kirche und Matica Srpska unterschiedliche Aufgaben erfüllten, jedoch gemeinsam Sprache, Bildung und historisches Gedächtnis bewahrt hätten. Die Institution habe den geistigen Boden für die spätere akademische Entwicklung Serbiens bereitet und stehe bis heute für eine Kultur, die Tradition und Offenheit miteinander verbinde.
Zugleich rief das Kirchenoberhaupt dazu auf, das kulturelle Erbe verantwortungsvoll weiterzuführen. Kultur sei ein gemeinschaftliches Werk vieler Generationen und müsse im Dienst des Gemeinwohls stehen. Das Jubiläum sei daher nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Auftrag für Gegenwart und Zukunft.
Nach der Ansprache überbrachte Miloš Vučević als Gesandter des Präsidenten der Republik Serbien Grußworte. Der künstlerische Teil wurde von Schauspielern, dem Opernchor des Serbischen Nationaltheaters sowie jungen Mitwirkenden gestaltet. Unter den Gästen befanden sich mehrere Metropoliten und Bischöfe, Regierungsmitglieder sowie Vertreter des diplomatischen und kulturellen Lebens.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Daniel Schärer in Zürich predigte: „Es gibt beim Jüngsten Gericht nur eine einzige Frage: Hast du geliebt?“