Othodoxe Parlamentarier würdigten Vermächtnis von Erzbischof Anastasios
Treffen mit Erzbischof Ioannis von Albanien im Zeichen der Kontinuität, des interreligiösen Dialogs und der Wiedergeburt der albanischen Kirche
Bei einem offiziellen Besuch der Interparlamentarischen Versammlung für Orthodoxie in Albanien standen Gespräche mit kirchlichen und politischen Vertretern im Mittelpunkt. Besonders hervorgehoben wurden das Erbe des verstorbenen Erzbischofs Anastasios sowie die Rolle der orthodoxen Tradition für das gesellschaftliche Zusammenleben im Land, wie das Nachrichtenportal Orthodoxia News Agency am 14. Februar 2026 berichtete.
Eine Delegation der Interparlamentarischen Versammlung für Orthodoxie (IASC), einem Zusammenschluss orthodoxer Parlamentarier, reiste anlässlich der Präsentation der albanischen Ausgabe des Buches „HAYA SOPHIA: Die Tempel der Göttlichen Weisheit in aller Welt“ nach Tirana. Generalsekretär Maximos Charakopoulos betonte bei politischen Gesprächen die tiefen historischen Wurzeln der Orthodoxie in Albanien und würdigte das Land als Beispiel für religiöses Zusammenleben. Zugleich unterstrich er die Bedeutung einer europäischen Perspektive für die Westbalkanregion.
Im Zentrum des Besuchs stand das Treffen mit Erzbischof Ioannis von Tirana, Durrës und ganz Albanien. Charakopoulos wünschte dem neuen Kirchenoberhaupt Gottes Segen für seinen Dienst und verwies auf die geistliche Linie seines Vorgängers, des seligen Erzbischofs Anastasios. Dessen Wirken wurde als wegweisend für den Wiederaufbau der Kirche von Albanien nach Jahrzehnten staatlichen Atheismus beschrieben – von der Errichtung neuer Gemeinden und Bildungseinrichtungen bis hin zu sozialem Engagement und internationaler kirchlicher Vermittlung.
Erzbischof Ioannis würdigte das Vermächtnis seines Vorgängers als Auftrag, den Geist der Einheit und des Friedens fortzuführen. Die Kirche Albaniens solle weiterhin Brücken zu Muslimen, Katholiken und anderen Glaubensgemeinschaften bauen und als Faktor der Stabilität in der Region wirken. Eine gut organisierte orthodoxe Präsenz könne, so Erzbischof Ioannis, nicht nur dem Land selbst, sondern auch seinen Nachbarn zugutekommen.
Zum Abschluss ihres Aufenthalts besuchte die Delegation die Auferstehungskathedrale in Tirana und legte am Grab von Erzbischof Anastasios (1929 – 2025) einen Kranz nieder. Mit einem Gedenkgottesdienst erinnerten die Teilnehmer an den Hierarchen, dessen Wirken als prägend für die Wiedergeburt der orthodoxen Kirche in Albanien gewürdigt wurde.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Isaak an einem Gedenkgottesdienst für Erzbischof Anastasios in Tirana teilnahm.