Gewalt gegen Christen in NRW: 279 Straftaten seit 2017 registriert

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Vandalismus in Kirchen reicht von beschädigten Figuren bis hin zu gezielten Brandanschlägen auf Altäre. Foto: KNA Vandalismus in Kirchen reicht von beschädigten Figuren bis hin zu gezielten Brandanschlägen auf Altäre. Foto: KNA

Innenministerium meldet schwankende Fallzahlen – Kirche beklagt „zunehmend tabulosen“ Vandalismus in Gotteshäusern

In Nordrhein-Westfalen sind zwischen 2017 und 2025 insgesamt 279 Straftaten mit christenfeindlichem Hintergrund erfasst worden. Neben politisch motivierten Delikten nimmt vor allem der gezielte Vandalismus in Kirchen sichtbar zu, wie das katholische Nachrichtenportal domradio.de am 11. Februar 2026 berichtete.

Wie aus einer Antwort des NRW-Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht, schwanken die registrierten Fälle ohne klaren Trend. Während 2017 noch 32 Delikte gezählt wurden, lagen die vorläufigen Zahlen für 2025 bei 45. Insgesamt konnten 82 Tatverdächtige ermittelt werden, sechs von ihnen wurden festgenommen.

Den Behörden zufolge werden die meisten Taten religiös-ideologisch motiviert eingeordnet. Weitere Hintergründe reichen von ausländischer Ideologie über rechts- und linksmotivierte Kriminalität bis hin zu sonstigen Motiven. Von den erfassten Tatverdächtigen besaßen 47 die deutsche Staatsangehörigkeit.

Kirchliche Vertreter sprechen zugleich von einem „zunehmend tabulosen“ Vorgehen gegen Gotteshäuser. Genannt werden etwa zerstörte Statuen, Exkremente in Weihwasserbecken, beschädigte liturgische Bücher oder umgestoßene Kirchenbänke. In Einzelfällen seien Altäre durch Brandstiftung zerstört worden, wobei es laut Deutscher Bischofskonferenz nicht um Diebstahl, sondern um gezielte Angriffe gehe.

Das Themenfeld „Christenfeindlichkeit“ wird in der Statistik politisch motivierter Kriminalität in Nordrhein-Westfalen erst seit 2017 gesondert erfasst. Die Zahlen umfassen Straftaten gegen Personen, Institutionen sowie religiöse Gebäude und Gegenstände.

Die UOJ berichtete zuvor, dass ein orthodoxes Typikon aus dem 19. Jahrhundert von Schottland nach Bulgarien zurückgeführt wurde.

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