Dank aus Mostar für Hilfe nach den Überschwemmungen
Mufti Salem ef. Dedović würdigt humanitäres Engagement von Patriarch Porfirije und interreligiöse Solidarität in der Herzegowina
Nach den schweren Überschwemmungen in der Herzegowina hat der Mufti von Mostar, Dr. Salem ef. Dedović, dem serbisch-orthodoxen Patriarchen Porfirije ein offizielles Dankesschreiben übermittelt. Darin hebt er die Bedeutung der kirchlichen Hilfsaktionen für die betroffenen Gemeinden Konjic und Jablanica hervor, wie das serbische Patriarchat am 10. Februar 2026 auf seiner Webseite berichtete.
Ende 2025 hatte Patriarch Porfirije Hilfsgüter an die Bevölkerung der nördlichen Herzegowina senden lassen, die bereits im Herbst 2024 von verheerenden Naturkatastrophen getroffen worden war. Die Unterstützung wurde über Metropolit Dimitrija von Zahumlje-Herzegowina und Ston-Litauen sowie lokale Behörden koordiniert und richtete sich an Familien und Infrastrukturprojekte in den besonders betroffenen Orten.
In seinem Schreiben würdigte Mufti Dedović die Hilfe als Zeichen von Barmherzigkeit und Menschlichkeit, das weit über den materiellen Wert hinausgehe. Sie habe Hoffnung vermittelt und die Zusammenarbeit zwischen den religiösen Gemeinschaften gestärkt. Zugleich betonte er, dass solche Gesten ein wichtiges Signal für die Zukunft Bosnien-Herzegowinas seien, deren Stabilität auf guten nachbarschaftlichen und interreligiösen Beziehungen beruhe.
Die Hilfsmaßnahmen waren Teil einer längerfristigen Initiative der serbisch-orthodoxen Kirche zum Wiederaufbau nach den Überschwemmungen. Dazu gehörten Spendenvereinbarungen mit betroffenen Haushalten in Konjic sowie Infrastruktur- und Familienhilfen in Jablanica, die unabhängig von ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit verteilt wurden.
Der Brief des Muftis schließt mit einem Gebet für Frieden und Wohlergehen der orthodoxen Gläubigen sowie für eine gemeinsame Zukunft der Völker des Landes. Die kirchliche Hilfe wird darin als Beitrag zu Versöhnung, Solidarität und gegenseitigem Respekt gewertet.
Die UOJ berichtete zuvor, dass ein orthodoxes Typikon aus dem 19. Jahrhundert von Schottland nach Bulgarien zurückgeführt wurde.