Erzbischof Tichon rief am Sonntag nach Theophanie zur Umkehr auf

26. Januar, 11:40 Uhr
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Erzbischof Tichon von Rusa bei der Göttlichen Liturgie in der Kirche der Kreuzerhöhung in München. Foto: Diözese Erzbischof Tichon von Rusa bei der Göttlichen Liturgie in der Kirche der Kreuzerhöhung in München. Foto: Diözese

Predigt in München betonte Buße als Weg zur geistlichen Erneuerung – Evangelium vom Zöllner Zachäus im Mittelpunkt

Am 25. Januar 2026 zelebrierte Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, die Göttliche Liturgie in der Kirche der Kreuzerhöhung in München. In seiner Predigt zum Sonntag nach der Theophanie stellte er die Umkehr des Zöllners Zachäus in den Mittelpunkt und verwies auf die Bereitschaft Christi zur Vergebung, wie die Diözese auf ihrer Webseite mitteilte.

Der Gottesdienst fand am Sonntag nach der Theophanie, zugleich Nachfest der Erscheinung des Herrn und Gedenktag der heiligen Märtyrerin Tatjana, in der südlichen Residenz des Bischofs in München statt. Erzbischof Tichon wurde bei der Liturgie von Erzpriester Nikolai Zabelich assistiert; am Vorabend war bereits die Vigil gefeiert worden.

In seiner Predigt erläuterte der Erzbischof die geistliche Bedeutung des Sonntags nach der Theophanie. Durch die Taufe empfange der Mensch das Licht Christi, das jede Finsternis der Sünde vertreibe. Dieses Licht sei Christus selbst, der gekommen sei, um den Menschen das wahre Gotteserkenntnis zu schenken und sie aus der Macht der Sünde zu befreien.

Besonderes Gewicht legte Erzbischof Tichon auf das Evangelium des Tages (Lk 19,1–10), die Begegnung Jesu mit dem Zöllner Zachäus. An dessen Lebenswandel zeigte er, dass Reichtum und äußere Erfolge der Seele keinen Frieden geben können. Erst die aufrichtige Suche nach Christus, die Reue über begangene Sünden und die konkrete Änderung des Lebens führten Zachäus zur Erlösung. Die Bereitschaft Jesu, bei ihm einzukehren, sei Ausdruck der göttlichen Barmherzigkeit gegenüber jedem Menschen mit reuigem Herzen.

Abschließend rief der Erzbischof die Gläubigen dazu auf, die Buße als Weg der geistlichen Erneuerung zu lieben. Gott, so betonte er, sei bereit, jedem zu vergeben, der wie Zachäus ehrlich umkehrt und sein Leben bessert. Nach der Liturgie erfolgte die Verherrlichung des Festes der Taufe des Herrn sowie das Gebet zur heiligen Märtyrerin Tatjana.

Die UOJ berichtete zuvor, dass im serbisch-orthodoxen Kloster Visoki Dečani das Fest des Ehrwürdigen Theodosius begangen wurde.

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