Wallfahrt zum Heiligen Kreuz vereinte rumänisch-orthodoxe Gläubige
Akathistos, Reliquienverehrung und Friedensgebet prägten Feier im Wienerwald
Am Heiligkreuzsonntag, dem 15. März 2026, hat im traditionsreichen Zisterzienserstift Heiligenkreuz bei Wien eine rumänisch-orthodox geprägte Wallfahrt mit zahlreichen Gläubigen aus Österreich stattgefunden. Darüber berichtete die Metropolie auf ihrer Webseite.
Im Mittelpunkt stand der gemeinsam von elf Geistlichen gelesene Akathistos zum Heiligen Kreuz. Das Evangelium wurde auf Rumänisch und Deutsch vorgetragen, ergänzt durch Litaneien und ein Friedensgebet, das derzeit im gesamten rumänischen Patriarchat empfohlen wird. Viele Gläubige nutzten die Gelegenheit, ein ausgestelltes Fragment des Heiligen Kreuzes in der romanischen Stiftskirche zu verehren.
Das im Jahr 1133 gegründete Kloster gilt als bedeutender Aufbewahrungsort einer Kreuzreliquie, die im 12. Jahrhundert aus Jerusalem nach Heiligenkreuz gelangte. Die Reliquie, ein rotbraunes Doppelkreuz, wurde eigens zur Verehrung präsentiert und zog zahlreiche Pilger aller Altersgruppen an.
Die geistliche Unterweisung hielt Priester Dr. Nicolae Dura, Vikar für Österreich. Er stellte die Verbindung zwischen Kreuz und Auferstehung in den Mittelpunkt und dankte den Priestern für ihre seelsorgliche Begleitung während der Fastenzeit sowie den Gastgebern des Klosters für ihre Unterstützung.
Den Abschluss bildete eine Prozession im Klosterhof mit Gesängen zum Festtag. Die Wallfahrt unterstrich die wachsende Präsenz und das gemeinschaftliche Engagement der rumänisch-orthodoxen Kirche in Österreich.
Die UOJ veröffentlichte zuvor eine Videoreportage über die serbisch-orthodoxe Gemeinde in Kassel.