Metropolit Mark betonte Menschwerdung als Quelle des ewigen Lebens

06. Januar, 19:18 Uhr
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Metropolit Mark von Berlin und Deutschland verkündet in seiner Weihnachtsbotschaft 2025/2026 die Menschwerdung Christi als Quelle von Glauben, Ewigkeit und neuem Leben. Foto: Archiv Metropolit Mark von Berlin und Deutschland verkündet in seiner Weihnachtsbotschaft 2025/2026 die Menschwerdung Christi als Quelle von Glauben, Ewigkeit und neuem Leben. Foto: Archiv

Weihnachtsbotschaft erinnerte an das Erste Ökumenische Konzil und rief zur Bewahrung des Glaubens in Christus auf

In seiner Weihnachtsbotschaft hat Metropolit Mark als geistliches Oberhaupt der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) die Menschwerdung Christi als Kern des christlichen Glaubens hervorgehoben. Mit Blick auf das 1700-jährige Jubiläum des Ersten Ökumenischen Konzils von Nizäa erinnerte er an die Lehre vom Gottmenschen Christus und rief die Gläubigen dazu auf, die in der Taufe empfangene Gabe des Glaubens zu bewahren und zu vertiefen. Die deutsche ROKA-Diözese veröffentlichte den vollständigen Text am 6. Januar 2026 auf der Webseite ihres Diözesanorgans „Der Bote“.

Metropolit Mark erinnerte daran, dass das Konzil von Nizäa die Gottheit Christi klar bekannt und damit „den Sinn und die Bedeutung der Fleischwerdung Gottes“ offenbart habe. Im Glaubensbekenntnis werde Christus als der bekannt, „der für uns Menschen und wegen unseres Heils herabgestiegen und Fleisch geworden ist“. In dieser Menschwerdung sei das „Geheimnis seiner Liebe“ verborgen, das sich den Glaubenden erschließe.

Christus allein schenke dem Menschen das wahre Gute, betonte der Metropolit unter Verweis auf das Wort Jesu: „Niemand ist gut außer Gott allein“ (vgl. Mt 19,17). Kein Denker, Herrscher oder Reformator habe geben können, was Christus gegeben habe: göttliches Leben und Unsterblichkeit. Wer christlich lebe, erfahre, „dass Er, nur Er und niemand sonst, uns das Gute, Unsterblichkeit und ewiges Leben schenkt“.

Als wesentliches Merkmal des Christseins nannte Metropolit Mark „das Gefühl der Ewigkeit in Christus“. Diese Ewigkeit werde dem Menschen durch Gebet und besonders durch die heiligen Mysterien der Kirche geschenkt. Der Glaube an Christus sei Leben, während Unglaube vom Leben trenne, so der Metropolit mit Blick auf das Evangelium: „Wer an Christus glaubt, wird gerettet werden“ (vgl. Mk 16,16).

Abschließend rief Metropolit Mark dazu auf, die Taufgnade zu bewahren und im Glauben zu wachsen, „bis wir zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen“ (Eph 4,13). Mit dem Blick auf Bethlehem erinnerte er daran, dass dort „unser Leben geboren“ werde – das ewige Leben, für das die Kirche Gott in diesen Weihnachtstagen preise und danke.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Russische Geistliche Mission eine Göttliche Liturgie in der Geburtsgrotte feierte.

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