Weihnachtsinterview mit Patriarch Porfirije: Ohne Liturgie kein Christsein

06. Januar, 16:02 Uhr
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Patriarch Porfirije im Weihnachtsinterview für Radio „Slovo ljubve“. Foto: Patriarchat Patriarch Porfirije im Weihnachtsinterview für Radio „Slovo ljubve“. Foto: Patriarchat

Mit dem Interview begann für Radio „Slovo ljubve“ zugleich eine neue Phase der digitalen Präsenz

In einem exklusiven Weihnachtsinterview für Radio „Slovo ljubve“ hat der serbische Patriarch Porfirije die zentrale Bedeutung der Göttlichen Liturgie und des heiligen Kommunionempfangs für das christliche Leben hervorgehoben. „Ohne die heilige Liturgie und die heilige Kommunion sind wir schlicht keine Christen“, betonte das Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Patriarch Porfirije äußerte sich in dem kirchlichen Radiosender ausführlich zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Er sprach über die Probleme digitaler Isolation und unterstrich die unverzichtbare Bedeutung von Gemeinschaft. Zugleich thematisierte er die tiefe Spaltung unter den Menschen, irrationale Formen von Hass sowie die Notwendigkeit von Umkehr und innerer Erneuerung. Darüber hinaus ging er auf konkrete gesellschaftliche Bedürfnisse ein, darunter den Bau neuer Schulen und Krankenhäuser.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs lag auf der religiösen Bildung. Patriarch Porfirije hob die Bedeutung des Religionsunterrichts an Schulen sowie den arbeitsrechtlichen Status der Religionslehrer hervor. Zudem würdigte er die Arbeit kirchlicher Suppenküchen, die täglich Tausende der am stärksten gefährdeten Mitbürger versorgen, ebenso wie Aufnahmezentren und die wichtige Rolle von Freiwilligen im Gesundheitswesen.

Für orthodoxe Christen sei Christus selbst der Maßstab, erklärte der Patriarch. Jede Lebensfrage müsse zunächst am Evangelium Christi geprüft werden.

Radio „Slovo ljubve“ ist der kirchliche Radiosender des Erzbistums Belgrad-Karlovac der Serbisch-Orthodoxen Kirche und seit Jahren eine feste Stimme im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben Serbiens. Neben dem klassischen Radioprogramm baut der Sender seine digitale Präsenz weiter aus und ist ab sofort auch mit eigenen Inhalten auf YouTube vertreten. Damit will „Slovo ljubve“ insbesondere jüngere Zielgruppen erreichen und kirchliche Themen stärker im digitalen Raum sichtbar machen.

Das Weihnachtsgespräch führten Erzpriester Darko Radovanović, Programmdirektor von Radio „Slovo ljubve“, und die Journalistin und Moderatorin Neška Rančić. Das Interview ging am Heiligabend auf dem YouTube-Kanal von „Slovo ljubve“ online. Am Abend hat das Interview um 20 Uhr einen Programmplatz bei den Fernsehsendern K1 und Tanjug.



Die UOJ berichtete zuvor, dass im Dom des heiligen Sava in Belgrad Weihnachtsgeschenke an Bedürftige verteilt wurden.


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