Priester Dragiša Jerkić predigt über die Vorbereitung auf die Geburt Christi
Predigt zum 30. Sonntag nach Pfingsten über Glaube, Demut und das Vorbild des heiligen Josef
In seiner Predigt zum 30. Sonntag nach Pfingsten, dem 4. Januar 2026, sprach Priester Dragiša Jerkić in der serbisch-orthodoxen Gemeinde in München über Sinn und Ziel der geistlichen Vorbereitung auf Weihnachten. Im Mittelpunkt standen der Glaube als freie Antwort des Menschen auf Gott, die Bedeutung von Demut sowie das Vorbild des heiligen Josef im Heilsplan Gottes. Darüber berichtete die deutsche Eparchie auf ihrer Webseite.
Priester Dragiša Jerkić beschrieb die Zeit vor dem Weihnachtsfest als Phase intensiver geistlicher Vorbereitung, die durch Fasten, Gebet, Gottesdienstbesuch, Almosen und gegenseitige Vergebung geprägt sei. Diese Bemühungen dienten dazu, Herz und Seele zu stärken und sich neu für das Geheimnis der Menschwerdung Christi zu öffnen.
Glaube, so der Prediger, sei keine blinde Unterwerfung, sondern eine freie und bewusste Entscheidung des Menschen. Er setze geistige Wachheit, ein offenes Herz und Demut voraus. Demut bedeute dabei die Anerkennung der eigenen Grenzen sowie die Einsicht, dass der Mensch ohne Beziehung zu Gott und zu seinen Mitmenschen nicht zur Erfüllung gelange.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Buße als Weg der Erneuerung. Durch Umkehr lerne der Mensch, sich nicht selbst zum Mittelpunkt zu machen, sondern Gott und den Nächsten wahrzunehmen. Der Glaube schenke auf diesem Weg inneren Frieden und die Kraft, den Herausforderungen des Lebens zu begegnen.
Ausgehend vom Evangelium nach Matthäus (1,20–23) stellte Priester Jerkić den heiligen Josef als Vorbild des Glaubens vor. Nicht allein seine Gesetzestreue, sondern vor allem die Reinheit und Demut seines Herzens hätten ihn befähigt, die Stimme Gottes zu hören und seinen Willen anzunehmen. So habe Josef entscheidend an der Erfüllung der Verheißung mitgewirkt, dass Gott in Christus „mit uns“ ist.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Grigorije den heiligen Ignatius von Antiochia in Hildesheim ehrte.