Patriarch Porfirije: „Christi Beispiel verpflichtet uns zur Sorge um Mütter und alle Frauen“

Am Hochfest Maria Entschlafung rief das serbische Kirchenoberhaupt zu mehr Verantwortung im Umgang mit Alleinerziehenden und Gewaltopfern auf.
Am Hochfest Maria Entschlafung, dem 28. August 2025, feierte der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije die Heilige Liturgie im Kloster Rakovica bei Belgrad. In seiner Predigt hob er die Rolle der Gottesmutter als „Mutter aller Gläubigen“ hervor und betonte ihre Bedeutung als Vorbild im Glauben, in Demut und im Vertrauen auf Gottes Vorsehung. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Besonders mahnte der Patriarch zur Verantwortung gegenüber Müttern und Frauen in der Gesellschaft. Er erinnerte an das Beispiel Jesu, der am Kreuz seine Mutter dem Apostel Johannes anvertraute, und forderte dazu auf, sich in ähnlicher Weise um Mütter, Schwestern und Töchter zu kümmern. Mit Blick auf Serbien verwies er auf die alarmierende Zahl von 320.000 alleinerziehenden Müttern sowie auf viele Frauen, die unter Gewalt leiden. Der Hierarch rief zu einem evangeliumsgemäßen Umgang mit dieser Realität auf.
Im Kloster Rakovica sind Familienmitglieder der Dynastie von Fürst Miloš Obrenović und der serbische Rebellenheld Vasa Čarapić (1768–1806) begraben. Rakovica spielte auch eine besondere Rolle im Bildungswesen. Dort wurde die erste Klosterschule Serbiens eröffnet und eine Kirchendruckerei in Betrieb genommen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije eine internationale Ikonenausstellung in Belgrad eröffnet hatte.