Patriarchen Kirill und Theophilos III. beraten über innerorthodoxe Beziehungen
Die Kirchenoberhäupter sprachen in Moskau auch über die Lage der Christen im Nahen Osten und die Vorbereitung eines Jubiläums in Jordanien.
Am 5. November 2026 haben Patriarch Kirill von Moskau und der ganzen Rus, Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche, und Patriarch Theophilos III. von Jerusalem über Probleme in den Beziehungen zwischen den orthodoxen Kirchen und Wege zu ihrer Überwindung beraten. Darüber berichtet die UOJ unter Berufung auf das Außenamt des Moskauer Patriarchats.
Das Treffen fand in der Patriarchenresidenz in der Moskauer Tschisty-Gasse statt. Vor Beginn der Gespräche besuchte das Oberhaupt der Orthodoxen Kirche von Jerusalem die dortige Hauskirche zu Ehren der Wladimir-Ikone der Gottesmutter.
Patriarch Kirill berichtete seinem Gast über die Entwicklung des kirchlichen Lebens in Moskau und in der Russischen Kirche. Patriarch Theophilos schilderte seinerseits die Situation der Jerusalemer Kirche und der christlichen Bevölkerung im Nahen Osten.
Das russische Kirchenoberhaupt sprach seinem Gast sein Beileid zum Terroranschlag vom 23. Oktober in Jordanien aus. Die beiden Patriarchen befassten sich außerdem mit der Vorbereitung der für 2030 geplanten Jubiläumsfeierlichkeiten in Jordanien zum Gedenken an die Taufe Jesu Christi.
An den Gesprächen nahmen auf russischer Seite auch Metropolit Antonij von Wolokolamsk, der Vorsitzende des kirchlichen Außenamtes, sowie die Erzpriester Nikolaj Balaschow und Igor Jakimtschuk teil. Zum Abschluss tauschten die Kirchenoberhäupter Geschenke aus.
Wie die UOJ bereits berichtete, hatte Patriarch Theophilos über eine mögliche Vermittlung zwischen der Ukraine und Russland gesprochen.
