Synod der Orthodoxen Kirche in Amerika lehnt Euthanasie ab

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Symbolbild zum Thema Euthanasie. Foto: Depositphotos / UOJ Symbolbild zum Thema Euthanasie. Foto: Depositphotos / UOJ

Die Bischöfe bekräftigen den Schutz des menschlichen Lebens und rufen zur Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen auf.

Am 4. November 2026 hat die Orthodoxe Kirche in Amerika (OCA) eine Erklärung ihres Heiligen Synods gegen assistierten Suizid und Euthanasie veröffentlicht. Das Dokument „Ein christliches Ende unseres Lebens“ wurde während der Herbsttagung am St.-Vladimir-Seminar unter dem Vorsitz von Metropolit Tichon verabschiedet. Darüber berichtet die ukrainische Redaktion der UOJ unter Berufung auf die offizielle Mitteilung der OCA.

Die an Geistliche, Mönche, Nonnen und Gläubige gerichtete Erklärung bekräftigt die Heiligkeit des menschlichen Lebens. Nach den Worten der Bischöfe hängt die Würde eines Menschen weder von seiner Leistungsfähigkeit noch von seiner Selbstständigkeit ab. Sie gründe in seiner Gottebenbildlichkeit und bleibe auch angesichts schwerer Krankheit und des nahenden Todes unvermindert bestehen.

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Der Synod hält fest, dass die Kirche assistierten Suizid und Euthanasie nicht segnen kann. Zugleich unterscheidet er diese Handlungen ausdrücklich von angemessener Schmerzbehandlung, Hospizbegleitung und Palliativversorgung. Auch der Verzicht auf medizinische Maßnahmen oder deren Beendigung, wenn sie keinen angemessenen Nutzen mehr bringen oder unverhältnismäßige Belastungen verursachen, wird davon unterschieden.

Fragen der seelsorglichen Begleitung sollen dem zuständigen Diözesanbischof vorgelegt werden. Ihm obliegt auch die Entscheidung über kirchliche Begräbnisse und Totengedenken. Die Erklärung empfiehlt, Patientenverfügungen vorzubereiten, und ruft Gemeinden, Klöster und kirchliche Einrichtungen dazu auf, ihre Hilfe für Kranke, Sterbende und pflegende Angehörige zu stärken.

An die Betroffenen selbst richten die Bischöfe die Zusicherung, dass ihre Abhängigkeit von anderen weder ihre Würde noch ihren Platz in der Kirche schmälere. Sie ermutigen sie, mit Ärzten und Priestern offen über Ängste zu sprechen, Schmerzlinderung zu suchen und häufig die heilige Kommunion zu empfangen.

Dem vollständigen Text der Erklärung ist die Patientenverfügung des verstorbenen Archimandriten Roman (Braga) beigefügt. Der Synod dankte einer von Bischof Gerasim geleiteten Fachkommission aus Wissenschaftlern und Ärzten für die Vorbereitung des Dokuments.

Wie die UOJ zuvor berichtete, wurde im Kanton Zürich die Zulassung des assistierten Suizids auf private Spitäler und Pflegeheime ausgeweitet.

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